Drama im Leipziger Zoo : Aggressive Löwin tötet ihren eigenen Nachwuchs – nicht zum ersten Mal

Da war die Löwenwelt noch in Ordnung: Löwenmutter Kigali und ihre fünf Jungtiere im Leipziger Zoo.
Da war die Löwenwelt noch in Ordnung: Löwenmutter Kigali und ihre fünf Jungtiere im Leipziger Zoo.

Eine Löwenmutter tötet zwei ihrer Jungtiere – der Zoo hat für das aggressive Verhalten der Löwin keine Erklärung.

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10. März 2020, 20:06 Uhr

Leipzig | Eine Löwin im Leipziger Zoo hat erneut ihren eigenen Nachwuchs getötet. Wie der Zoo am Dienstag mitteilte, überlebten zwei von fünf Jungtieren nicht. Die Löwenmutter verhielt sich demnach am Montag nach einer routinemäßigen Impfung des Nachwuchses aggressiv und verletzte ein Jungtier tödlich.

Um die Lage zu beruhigen, wurden die verbleibenden Jungtiere von der Mutter getrennt, in der Nacht aber wieder mit ihr zusammengebracht, um die Mutter-Kind-Beziehung nicht abreißen zu lassen. Ein zweites Jungtier überlebte die Nacht nicht.

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Schutz für Jungtiere durch Löwenvater

"Wir können nicht erklären, warum die Löwin, die sich in den vergangenen zehn Wochen intensiv um ihren Wurf gekümmert hat, so aggressiv agiert", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Der Löwenvater, der die Jungtiere bereits vom Sichtkontakt her kennt, sollte daher zu ihnen gelassen werden, um der Löwin Entlastung zu verschaffen.

Löwenvater Majo soll die Jungtiere beschützen.
dpa/Jan Woitas
Löwenvater Majo soll die Jungtiere beschützen.

Der Löwe solle den verbliebenen drei Jungtieren einen gewissen Schutz zukommen lassen. "Gegenwärtig können wir nicht abschätzen, ob das gelingt", erklärte Junhold. Bereits im vergangenen August hatte die Löwin zwei Jungtiere gefressen. Es war ihr erster Wurf. Ende Dezember bekam sie dann erneut fünf Jungtiere.

Im Video: Fünf Jungtiere im Leipziger Zoo erstmals präsentiert

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