Landgericht Bielefeld : Lebenslange Haft im Prozess um vergiftete Pausenbrote gefordert

Der Staatsanwalt sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte über Jahre Kollegen mit Gift auf Pausenbroten und Getränken gesundheitlich schwer geschädigt hat.
Der Staatsanwalt sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte über Jahre Kollegen mit Gift auf Pausenbroten und Getränken gesundheitlich schwer geschädigt hat.

"Der Versuch des Mordes liegt in diesem Fall sehr nah am Tod", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

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27. Februar 2019, 12:42 Uhr

Bielefeld | Im Prozess um vergiftete Pausenbrote fordert die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes eine lebenslange Gefängnisstrafe. Die Anklage sprach sich am Mittwoch beim Landgericht Bielefeld zusätzlich für eine anschließende Sicherungsverwahrung des 57-jährigen Angeklagten aus.

Über Jahre mit dem Thema Gift beschäftigt

Der Staatsanwalt sieht es nach dem Indizienprozess als erwiesen an, dass der Deutsche über Jahre Kollegen in einem Betrieb in Ostwestfalen mit Gift auf Pausenbroten und Getränken gesundheitlich schwer geschädigt hat. Da der Angeklagte sich über Jahre intensiv mit dem Thema Gift beschäftigt habe, sei ein Hang zu weiteren Straftaten eindeutig.

Weiterlesen: Prozess um vergiftete Pausenbrote: Agierte der Angeklagte wie ein Forscher?

Zwei der Opfer sind schwer nierenkrank, ein dritter Kollege liegt mit einem nicht heilbaren Hirnschaden im Wachkoma. "Der Versuch des Mordes liegt in diesem Fall sehr nah am Tod", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

Am Donnerstag tragen die Verteidiger ihr Plädoyer vor. Ein Urteil will das Landgericht am 7. März fällen.

Weiterlesen: Gift auf Pausenbrot: Polizei prüft 21 weitere Todesfälle

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