Im Wert von 265 Millionen Dollar : Größter Drogenfund in Kolumbien in Corona-Krise: Fünf Tonnen Kokain entdeckt

Fünf Tonnen Kokain wurden in Kolumbien entdeckt.
Fünf Tonnen Kokain wurden in Kolumbien entdeckt.

Weder der Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc noch die Corona-Krise haben den Anbau von Koka gestoppt.

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10. Juni 2020, 08:29 Uhr

Bogotá | Die kolumbianische Polizei hat mit fast fünf Tonnen Kokain den größten Drogenfund in Kolumbien seit Beginn der Corona-Pandemie gemacht. Ein Drogenspürhund machte das Rauschgift bei der Kontrolle einer Fracht in zwei Containern mit Gummigranulat im Hafen der Stadt Buenaventura aus, berichteten kolumbianische Medien am Dienstag (Ortszeit).

Ziel war die Türkei

Demnach sollte die Fracht über Mittelamerika in die Türkei gehen. Das Kokain hatte einen Wert von schätzungsweise 265 Millionen Dollar (234 Mio Euro), schrieb Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo in einem Tweet.


Das südamerikanische Land ist einer der weltgrößten Produzenten von Kokain, das aus der Kokapflanze hergestellt wird. Nach Daten der US-Regierung wurde dort im vergangenen Jahr auf 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 2080 Quadratkilometern im Jahr 2018.

Koka stoppt nicht vor Corona

Weder der Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, noch die Corona-Krise haben den großflächigen Anbau von Koka in Kolumbien stoppen können. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die kolumbianischen Sicherheitskräfte nach einem Bericht der Zeitung "El Tiempo" zufolge bereits rund 180 Tonnen Kokain beschlagnahmt, acht Prozent mehr als in dem Vorjahreszeitraum.

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