Karneval in NRW : Nach Absage für Kö-Treiben: Karnevalsumzüge in Köln fallen aus

Traurige Jecken: Wegen heftiger Sturmböen muss das Kö-Treiben in Düsseldorf abgesagt werden.
Traurige Jecken: Wegen heftiger Sturmböen muss das Kö-Treiben in Düsseldorf abgesagt werden.

Der Deutsche Wetterdienst warnt in ganz NRW vor schweren Sturmböen. Mehrere Karnevalsumzüge sind betroffen.

von
23. Februar 2020, 11:28 Uhr

Düsseldorf | Wegen des starken Windes sind am Sonntag die beliebten Schull- un Veedelszöch in Köln kurzfristig abgesagt worden. "Um alle Teilnehmenden und alle Jecken am Zugweg zu schützen, können die Zöch nicht stattfinden", teilte die Stadt mit.

Immer wieder hätten sich durch den starken Wind Verkleidungen gelöst und in den Zugweg geragt. Ursprünglich hatten die Veranstalter in Köln gehofft, dem Wind zu entgehen. Die Schul- und Viertelsumzügen, wie sie auf Hochdeutsch heißen, waren daher um etwa eine halbe Stunde vorverlegt worden. Zudem sollte der Zugweg stark verkürzt werden. Rund 8000 Teilnehmer wollten sich auf die Strecke machen.

Zuvor war bereits das beliebte Kö-Treiben in Düsseldorf abgesagt worden. Das teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntag mit. Der Rosenmontagszug sei aber nicht gefährdet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Karnevalsumzüge: Warnung vor Sturmböen in ganz NRW

Auch anderswo haben die Jecken Probleme mit dem Sturm: In Köln sollen die von Hunderttausenden Schaulustigen besuchten Schull- un Veedelszöch am Sonntag zwar stattfinden – allerdings in abgespeckter Version. Auch mehrere kleine Umzüge wurden abgesagt oder fallen kleiner aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntag in ganz NRW vor Sturmböen bis Windstärke 9. Dazu soll es heftig und fast pausenlos regnen. Die großen Rosenmontagszüge sind nach den Prognosen der Meteorologen hingegen nicht gefährdet.

Umzüge in Köln: Früherer Beginn und verkürzte Strecke

Ekel-Wetter mit Dauerregen hält den Karneval eigentlich nicht auf – lediglich bei Sturm wird es gefährlich. Die Kölner Schull- un Veedelszöch wurden deshalb am Sonntag vorgezogen und die Zugstrecke stark verkürzt. Statt um 11.11 Uhr sollte es in Köln nun schon um 10.45 Uhr losgehen. Zudem wurde die Strecke um zwei Kilometer verkürzt und Aufbauten auf Fahrzeugen wurden wieder abgebaut. Die Schul- und Viertelszüge – wie sie auf Hochdeutsch heißen – gelten als die ursprünglichsten Karnevalsumzüge in Köln.

Umzug mit 18.000 Teilnehmern abgesagt

Abgesagt wurde der Tulpensonntagszug in Emmerich am Niederrhein, zu dem die Veranstalter 18.000 Menschen erwartet hatten. "Der Jeck in mir trauert. Aber bei derartigen Windböen ist es schlicht und einfach zu gefährlich, sich draußen aufzuhalten", sagte Bürgermeister Peter Hinze. Auch die Umzüge in Essen-Kettwig, der Kinderkarnevalszug in Ratingen, der Umzug in Salzkotten im Kreis Paderborn, in Bedburg-Hau am Niederrhein und der Veedels-Zoch in Düsseldorf-Eller wurden abgesagt. Einige Umzüge sollen im Frühjahr nachgeholt werden.

In Aachen wurde der Kinderzug verkürzt, Münster verzichtete auf einige Programmpunkte. Am Rosenmontag, wenn die ganz großen Umzüge in den Karnevalshochburgen stattfinden, soll der Wind aber deutlich abflauen. Das Festkomitee Kölner Karneval teilte mit, man gehe davon aus, dann "wie geplant" durch die Stadt ziehen zu können.

Rosenmontagszug in Köln weniger sturmanfällig als der Düsseldorfer

Schon an Weiberfastnacht hatte das Wetter den Jecken einen Strich durch die Rechnung gemacht: Wegen einer Unwetterwarnung war das Karnevalstreiben in der gesamten Düsseldorfer Altstadt für knapp eineinhalb Stunden unterbrochen worden.

Auch im vergangenen Jahr waren mehrere kleinere Karnevalszüge in NRW wegen eines Sturms abgesagt worden, der große Düsseldorfer Rosenmontagszug musste um einige Stunden verschoben werden. 2016 wurde der Düsseldorfer Rosenmontagszug wegen des Sturmtiefs "Ruzica" sogar ganz abgesagt und fünf Wochen später – an einem "Rosensonntag" – nachgeholt. Der Rosenmontagszug in Köln ist weniger sturmanfällig als der Düsseldorfer mit seinen hohen Motivwagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen