Langenscheidt-Verlag : Jugendwort des Jahres ist "Ehrenmann"

Der Langenscheidt-Verlag wählt das Jugendwort des Jahres aus. Foto: Peter Kneffel/dpa
Der Langenscheidt-Verlag wählt das Jugendwort des Jahres aus. Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Juroren des Langenscheidt-Verlags entscheiden sich für Ehrenmann beziehungsweise Ehrenfrau als Jugendwort des Jahres 2018.

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16. November 2018, 12:03 Uhr

München | Der Langenscheidt-Verlag hat Ehrenmann beziehungsweise Ehrenfrau zum Jugendwort des Jahres 2018 gekürt. Das wurde am Freitag in München bekanntgegeben.

Weiterlesen: Jugendwort des Jahres: "Es gibt keinen Verfall der deutschen Sprache"

Als Ehrenmann beziehungsweise Ehrenfrau werde jemand bezeichnet, der etwas Besonderes für einen tut, erklärte der Langenscheidt-Verlag. Eine 21-köpfige Jury hatte das Wort gewählt.

Als Ehrenmann beziehungsweise Ehrenfrau werde jemand bezeichnet, der etwas Besonderes für einen tut, erklärte der Langenscheidt-Verlag. Eine 21-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. Sie bestand in diesem Jahr unter anderem aus Journalisten, Bloggern, Schülern und einem Polizeikommissar aus Berlin-Kreuzberg.

Juror Oliver Bach, Literaturwissenschaftler an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, sagte über "Ehrenmann/Ehrenfrau": "Die Jugendsprache hat dieses Wort wiederentdeckt, und anders als früher ist es nicht mehr auf höhere Gesellschaftsschichten und nicht mehr auf Männer einschränkt."

Der 18 Jahre alte Youtuber Fabian Grischkat sagte: "Ich freue mich besonders über das Wort, da es in Zeiten von Hass und Hetze ein positives Zeichen setzt. Jeder Mensch, der eine gute Tat vollbringt, darf sich ab heute mit dem offiziellen Jugendwort schmücken!"

Favorit für das Jugendwort war "verbuggt"

Bei einer vorangegangenen, unverbindlichen Online-Abstimmung war "Ehrenmann/Ehrenfrau" auf dem dritten Platz gelandet. Seit Ende August bis Dienstagabend standen 30 Begriffe zur Auswahl, die zeigen sollen, wie Jugendliche heute reden – darunter "Lauch", ein anderes Wort für Trottel.

Der Favorit der rund 1,5 Millionen Teilnehmer war "verbuggt" – für etwas, das voller Fehler ist. In Anspielung auf den Rückzug der FDP und ihres Vorsitzenden Christian Lindner aus einer möglichen Koalition mit CDU/CSU und Grünen nach der Bundestagswahl 2017 stand auch "lindnern" zur Wahl: also – gemäß Lindner-Zitat – lieber etwas gar nicht zu machen als etwas schlecht zu machen.

Die Kriterien für die Top 30 sind laut Verlag Originalität, Kreativität, Verbreitung sowie kulturelle, gesellschaftliche und zukünftige Relevanz. Die Jury musste sich dann für eines der zehn beliebtesten Wörter aus dem Online-Voting entscheiden.

2017 hatte der Ausdruck "I bims" gewonnen, ein Synonym für "Ich bin" und "Ich bin's". Seit 2008 wird jährlich ein Jugendwort bestimmt. Dabei wird häufig diskutiert, ob das gewählte Wort wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht. Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags.

Kennen Sie sich mit Jugendsprache aus? Testen Sie Ihr Wissen über die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2018 im Quiz:

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