Nach Bericht über Ureinwohner-Zoff : Jugendlicher verklagt "Washington Post" auf 250 Millionen Dollar

Der Jugendliche, der eine 'MAGA'-Kappe trug, als er sich in einem Streit mit einem Ureinwohner verwickelte, verklagt nun eine Zeitung. Symbolfoto: imago/Pete Maclaine / i-Images
Der Jugendliche, der eine "MAGA"-Kappe trug, als er sich in einem Streit mit einem Ureinwohner verwickelte, verklagt nun eine Zeitung. Symbolfoto: imago/Pete Maclaine / i-Images

Die kontroverse Szene zwischen einem Teenager und einem amerikanischen Ureinwohner hat ein juristisches Nachspiel: Die Eltern des 16-Jährigen verklagen die "Washington Post" wegen Diffamierung.

von
20. Februar 2019, 11:12 Uhr

Washington | Das Video von dem Teenager mit "Make-America-Great-Again"-Kappe, der angestrengt lächelt, während ein amerikanischer Ureinwohner-Aktivist vor ihm singend Trommel spielt, hat Mitte Januar eine Kontroverse ausgelöst. Das Bildmaterial ließ es wirken, als hätten katholische Privatschüler nach ihrer Teilnahme an einer Anti-Abtreibungs-Demonstration Ureinwohner beim "Indigenous Peoples' March" bedrängt. Später zeigten weitere Videoaufnahmen, dass eine Gruppe Schwarze Hebräer die Schüler vorab verspottet hatte, die Provokation also nicht nur von den Schülern ausging.

Die Eltern des 16-jährigen Nicholas Sandmann verklagen nun die "Washington Post" wegen ihrer Berichterstattung. Die Zeitung habe ihrem Sohn fälschlicherweise "rassistisches Verhalten" vorgeworfen.

Die 'Washington Post' hat einzelne Personen beschuldigt, Unterstützer des Präsidenten zu sein. Dabei hat die Zeitung grundlegende journalistische Standards ignoriert, um ihre bekannte und leicht nachzuweisende, parteiische Agenda gegen Präsident Donald J. Trump voranzutreiben. Aus der Klageschrift gegen der Familie Sandmann

Privatermittler hätten zudem keine Beweise gefunden, die belegen, dass Sandmann die Konfrontation provoziert habe.

Klage fordert Kaufsumme der Zeitung

Die Kläger fordern 250 Millionen Euro Entschädigung. Das entspricht der Höhe der Kaufsumme, die Amazon-Chef Jeff Bezos 2013 für die "Washington Post" bezahlt hat. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, prüft die Zeitung gerade die Anklageschrift und plant eine "entschlossene Verteidigung".

Präsident Donald Trump widmete der Klage einen Tweet, in dem er auf die "Fake News" schimpft und den Schüler anfeuert: "Los schnapp sie dir, Nick."

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen


Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen