110 Meter tief : Ins Bohrloch gestürzt: Spanien bangt weiter um kleinen Jungen

Helfer suchen in Spanien weiter verzweifelt nach dem zweijährigen Jungen, der beim Spielen in einen mehr als 100 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll.
Helfer suchen in Spanien weiter verzweifelt nach dem zweijährigen Jungen, der beim Spielen in einen mehr als 100 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll.

Beim Spielen ist ein kleiner Junge in Spanien in ein 110 Meter tiefes Bohrloch gefallen. Nun wurde Haarreste entdeckt.

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16. Januar 2019, 12:58 Uhr

Madrid | Spanien bangt weiter um einen zweijährigen Jungen, der beim Spielen in einen 110 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll. Helfer versuchten unermüdlich, den kleinen Julen in dem kleinen Schacht von nur 25 Zentimetern Durchmesser aufzuspüren, berichtete das spanische Fernsehen am Mittwochmorgen.

Kein Lebenszeichen

Mittlerweile seien darin "biologische Überreste" gefunden worden, schrieb die Zeitung "El País" unter Berufung auf Polizeiangaben. Es handele sich dabei um Haare, sagte ein Lokalpolitiker spanischen Medien. Es werde angenommen, dass sie von dem verschollenen Kind stammen, Laboruntersuchungen sollten jetzt Gewissheit bringen. Ob Julen noch am Leben ist, ist weiterhin unbekannt.

Rettungskräfte helfen bei der Suche nach einem zweijährigen Jungen, der beim Spielen in einen 110 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll. Foto: dpa/Bomberos De Málaga/Europa Press
Bomberos De Málaga
Rettungskräfte helfen bei der Suche nach einem zweijährigen Jungen, der beim Spielen in einen 110 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt sein soll. Foto: dpa/Bomberos De Málaga/Europa Press

Der Kleine soll am Sonntag bei einem Ausflug mit seiner Familie in der Gemeinde Totalán in der Provinz Málaga in das Loch gefallen sein. Bei Kameraaufnahmen wurde in dem Schacht eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt, die der Junge bei sich gehabt hatte. Allerdings verhinderte lose Erde zunächst, mit der Kamera tiefer vorzudringen.

Rettungskräfte waren damit beschäftigt, zwei Tunnel zu graben, die direkt an das Ende des Brunnenschachts führen sollen. Die Arbeiten würden voraussichtlich nicht vor Donnerstagabend abgeschlossen sein, hieß es.

Nicht der erste Schicksalsschlag der Familie

Der Vater von Julen hat sich am Mittwoch bei allen Helfern bedankt, die unermüdlich nach dem Zweijährigen suchen. Er bedankte sich auch bei den Psychologen, die die Angehörigen betreuten. Der arbeitslose Marktverkäufer wirkte gefasst – nachdem er am Dienstag noch weinend die Behörden beschimpft hatte, nicht genügend Mittel für die Rettung des kleinen Julen zur Verfügung zu stellen. Er und seine Frau Victoria seien "am Boden zerstört", sagte der Vater. Aber sie gäben die Hoffnung nicht auf, dass ihr Kind lebend geborgen werde.

Das Paar war bereits im Mai 2017 vom Schicksal hart getroffen worden: Bei einem Strandspaziergang starb damals Julens älterer Bruder Oliver (3) an einem Herzversagen. "Wir haben einen Engel, der uns helfen wird, so dass mein Sohn so schnell wie möglich dort herauskommt", sagte der Mann.

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