Nachrichtenagentur Reuters : Nach mehr als 500 Tagen Haft: Inhaftierte Reporter in Myanmar sind frei

Die beiden Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo wurden freigelassen.
Die beiden Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo wurden freigelassen.

Nach einem Gnadenerlass des Präsidenten Myanmars durften die beiden Reuters-Reporter das Gefängnis verlassen.

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07. Mai 2019, 06:31 Uhr

Rangun | Zwei in Myanmar inhaftierte Reuters-Journalisten sind nach mehr als 500 Tagen aus dem Gefängnis freigekommen. Die wegen ihrer Berichte über die Rohingya-Krise zu sieben Jahren Haft verurteilten Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo verließen das Gefängnis in Rangun am Dienstag nach einem Gnadenerlass des Präsidenten Myanmars, wie im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur Reuters zeigten.

"Symbole für die Bedeutung der Pressefreiheit"

Reuters-Chefredakteur Stephen Adler begrüßte die Freilassung der "mutigen Reporter". Sie seien zu "Symbolen für die Bedeutung der Pressefreiheit auf der ganzen Welt" geworden, erklärte Adler in einer Stellungnahme. Noch im vergangenen Monat hatte der Oberste Gerichtshof Myanmars die Berufung der beiden Journalisten gegen die Gefängnisstrafe abgewiesen.

Zu sieben Jahren Haft verurteilt

Wa Lone und Kyaw Soe Oo waren im vergangenen September zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Basierend auf einem Gesetz aus der Kolonialzeit wurden die Reporter für schuldig befunden, "Staatsgeheimnisse" verraten zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verfügten sie über geheime Informationen über Sicherheitseinsätze in der Region Rakhine, wo die Armee hart gegen die muslimische Rohingya-Minderheit vorgegangen war.

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