Sohn hirntot : Inhaftierte Deutsche tötet beide Kinder in römischem Gefängnis

Eine Inhaftierte hatte am Dienstag ihre Tochter getötet und ihren Sohn schwer verletzt. Er starb nun im Krankenhaus.

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19. September 2018, 22:07 Uhr

Rom | Schreckliches Familiendrama in Italien: Eine Deutsche georgischer Herkunft hatte am Dienstag ihre beiden Kinder im Gefängnis Rebibbia in Rom eine Treppe hinuntergestoßen. Das wenige Monate alte Mädchen starb sofort, der Junge kam zunächst ins Krankenhaus. Am Mittwoch wurde er für hirntot erklärt. Es werde nun geprüft, ob dem Jungen Organe für eine Spende entnommen werden könnten, teilte das Kinderkrankenhaus Bambino Gesù am Mittwoch in Rom mit.

Die Mutter, geboren 1985, saß wegen Drogendelikten in Haft und soll psychische Probleme gehabt haben. Auch die Kinder waren in dem Gefängnis untergebracht. Der Sohn soll nicht mal zwei Jahre alt sein.

Die Frau sei wie ihre Kinder in München geboren, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Staatsanwaltschaft in Rom suchte demnach nach dem Vater der Kinder, der aus Nigeria stamme. Die römische Zeitung "Il Messaggero" berichtete, dass die Frau im August gefasst wurde, als sie auf dem Weg nach München gewesen sei.

Italiens Justizminister Alfonso Bonafede suspendierte nach dem Fall unter anderem die Direktorin der Frauensektion des Gefängnisses. Diskutiert wurde vor allem, ob Kinder wirklich mit ihren Müttern im Gefängnis untergebracht werden müssen. Auch in Deutschland gibt es Einrichtungen für Mütter mit Kindern in Haft.

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