Für ein Jahr : Für Touristen gesperrt: Indonesische "Dracheninsel" Komodo macht dicht

etwa 5000 Warane sind auf der indonesischen Insel Komodo zu Hause.
etwa 5000 Warane sind auf der indonesischen Insel Komodo zu Hause.

Die Schließung soll unter anderem dazu genutzt werden, neue Bäume anzupflanzen.

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02. April 2019, 10:23 Uhr

Jakarta | Indonesien will seine "Dracheninsel" Komodo ein Jahr lang dicht machen. Die Insel östlich von Bali, wo mehrere tausend Komodowarane zu Hause sind, soll das ganze Jahr 2020 über für Touristen gesperrt bleiben, wie die Regierung in Jakarta mitteilte. Begründet wird dies mit dem Schutz der seltenen Tiere, die oft auch die "letzten Drachen der Welt" genannt werden. Auf Komodo gibt es bereits einen Nationalpark. Vergangene Woche wurde ein Versuch vereitelt, 41 Warane außer Landes zu bringen.

10.000 Besucher pro Monat

Die Tiere werden bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer. Wegen ihres finsteren Erscheinungsbilds werden sie auch Komodo-Drachen genannt. Insgesamt sind auf der Insel etwa 5000 Warane zu Hause. Sie haben den Ruf, ziemlich aggressiv zu sein. Angriffe auf Menschen sind jedoch selten. Derzeit kommen pro Monat etwa 10.000 Besucher auf die Insel. Die Schließung soll unter anderem dazu genutzt werden, neue Bäume anzupflanzen.

Immer wieder kommt es zu Schließungen

Seit Juni 2018 gilt auch ein Besuchsverbot für den "Maya Beach" auf der Insel Ko Phi Phi in Thailand. Der Traumstrand wurde durch den Hollywood-Film "The Beach" weltbekannt. Die längere Schließung soll der Natur – insbesondere den Korallen – helfen, sich vom Ansturm von Millionen Touristen in den vergangenen Jahren zu erholen.

Jüngst hatte Islands Umweltagentur den Schauplatz eines Justin-Bieber-Musikvideos für Touristen geschlossen. Die Schlucht mit dem Namen Fjaðrárgljúfur im Süden der Insel hatte in den vergangenen Jahren wachsende Besucherscharen angezogen, darunter viele Fans des kanadischen Popstars.

Weiterlesen: Zu viele Touristen: Island sperrt berühmte Schlucht

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