Dreimonatige Jagd : Womöglich 13 Menschen gefressen: Tigerin in Indien erschossen

In Indien sind wildlebende Bengalische Tiger beheimatet.
In Indien sind wildlebende Bengalische Tiger beheimatet.

In Indien wurde eine großangelegte Jagd erfolgreich beendet: Die menschenfressende wilde Tigerin "Avni" ist tot.

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03. November 2018, 12:27 Uhr

Neu Delhi | "Avni" soll für den Tod von bis zu 13 Menschen verantwortlich sein – am Freitag nun ist die Tigerin im Westen Indiens nach einer großangelegten Jagd erschossen worden. Das bestätigte die örtliche Polizei am Samstag. In einer dreimonatigen Suche hatte die Forstbehörde im Bundesstaat Maharashtra ein Team von knapp 200 Leuten mit Kameras, Drohnen, Spürhunden sowie einem Hängegleiter auf das Tier angesetzt, wie der Sender NDTV berichtete.

Die sechs Jahre alte Tigerkatze, offiziell als T1 bekannt ist und mit dem Spitznamen "Avni" versehen, soll seit Juni 2016 Dorfbewohner in der Nähe des Ralegaon-Waldes getötet haben. Im September hatte das Oberste Gericht abgelehnt, einen Schießbefehl gegen die Mutter von zwei zehn Monate alten Tigerjungen auszusetzen. Die Entscheidung löste eine Welle von Online-Petitionen zum Schutz der Tigerin aus.

Jubel und Kritik an Tötung

Die Reaktionen auf ihren Tod waren jetzt gespalten. Tierschützer protestierten im Internet gegen "Avnis" Tötung. Sie meinten, die Forstbehörde hätte das Tier einfangen sollen. Fernsehbilder zeigten unterdessen aber auch feiernde Anwohner, die über das Ende der Bedrohung durch die Tigerin erleichtert waren.

In Indien lebt die größte Zahl wilder Tiger weltweit. Nach Angaben der nationalen Tigerschutzbehörde wurden 2015 dort 2226 Tiere gezählt.

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