Unglück in Indien : Gasunfall in Plastik-Fabrik – Mindestens sieben Tote

Die Plastik-Fabrik, wo es zu dem Gasunfall kam.
Die Plastik-Fabrik, wo es zu dem Gasunfall kam.

In Indien ist es in einer Plastik-Fabrik zu einem Gasunglück gekommen – es gibt Tote.

von
07. Mai 2020, 07:30 Uhr

Neu Delhi | Bei einem Gasunglück an einer Chemiefabrik in Indien sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Rund 180 weitere wurden mit Augenreizungen und Atemschwierigkeiten ins Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte. Anwohner in einem Radius von drei Kilometern um die Fabrik in der Hafenstadt Visakhapatnam im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh seien in Sicherheit gebracht worden.

Das Gas, das häufig bei der Produktion von Plastik eingesetzt werde, sei mitten in der Nacht ausgetreten, sagte der Chef der nationalen Katastrophenschutzbehörde dem Fernsehsender NDTV. Die Leute hätten wohl den unangenehmen Geruch bemerkt. Am Morgen habe der Austritt gestoppt werden können. Indiens Premier Narendra Modi twitterte, er bete für die Sicherheit und das Wohl aller in der Stadt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen


Fabrik produziert Plastik für Konsumgüter wie Spielzeug

Die zuständige Verwaltung forderte die Bürger über Twitter auf, mit nassen Masken oder Tüchern Mund und Nase zu schützen sowie ihre Häuser nicht zu verlassen. Fernsehbilder am Donnerstagmorgen zeigten Dutzende Leute auf den Straßen, teils trugen sie andere Menschen.

Die Fabrik gehört laut Verwaltung zur koreanischen Firma LG Polymers. Sie stellte laut NDTV Plastik her, das für Konsumgüter wie Spielsachen verwendet wird. 1984 passierte in Indien eine der schlimmsten Chemiekatastrophen der Geschichte. Damals entwichen aus einer Pestizid-Fabrik in Bhopal Tonnen der hochgiftigen Verbindung Methylisocyanat und sie legten sich wie eine Decke über die Stadt. Nach Angaben von Menschenrechtlern starben mehr als 20.000 Menschen, Hunderttausende erkrankten.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen