Fall aus Berlin : In selbstgebautem Sarg: Mann versteckt tote Mutter jahrelang im Keller

Der Fall ereignete sich in Berlin. (Symbolfoto)
Der Fall ereignete sich in Berlin. (Symbolfoto)

Eine Frau stirbt eines natürlichen Todes – ihre Leiche kommt aber statt auf einen Friedhof in den Keller ihres Sohnes.

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18. September 2019, 11:34 Uhr

Berlin | Ein Berliner soll seine tote Mutter mehr als zwei Jahre in einem Keller versteckt haben. Gegen den 57-Jährigen wird nun wegen mutmaßlichen Leistungsbetrugs ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Vermutet wird, dass der 57-Jährige die Rente seiner Mutter kassierte. Zuvor hatten "Bild" und "B.Z." berichtet.

Die 85-Jährige sei nach bisherigen Erkenntnissen im Frühjahr 2017 eines natürlichen Todes gestorben, so die Polizei. Der Sohn habe sie aber nicht bestatten lassen, sondern in einem selbstgebauten Sarg in einen Kellerverschlag des Mietshauses in Pankow geschafft. Dies sei, "so makaber das klingen mag", lediglich eine Ordnungswidrigkeit, sagte die Sprecherin. In Deutschland müssen Tote bestattet werden.

In einem krasseren Berliner Fall ging es ebenfalls um eine versteckte Leiche, um die Rente zu kassieren. Ein Berliner Trödelhändler war im April 2018 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er laut Urteil einen Rentner erschossen und zerstückelt jahrelang in einer Tiefkühltruhe verborgen hatte, um die Rente des alten Mannes von monatlich 2000 Euro zu kassieren.

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