Drastischer Fall in den USA : Gesunder Hund eingeschläfert – weil Besitzerin mit ihm beerdigt werden will

Ein Shih Tzu wie dieser wurde Opfer der unglaublich anmutenden Gesetzeslage im US-Bundesstaat Virginia.
Ein Shih Tzu wie dieser wurde Opfer der unglaublich anmutenden Gesetzeslage im US-Bundesstaat Virginia.

Nachdem die Frau verstorben war, wurde ihr Wille erfüllt und das gesunde Tier eingeschläfert. Die Aufregung ist groß.

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26. Mai 2019, 16:29 Uhr

Richmond | Im Gegensatz zu Deutschland ist es im US-Bundesstaat Virgina nicht verboten, ein Haustier ohne trifftigen Grund einzuschläfern. In einem derzeit viel diskutierten Fall ist dies aber geschehen.

Wie verschiedene US-amerikanische Medien berichten, hatte eine Hundesbesitzerin in ihrem Testament verfügt, dass sie sich nach ihrem Tod gemeinsam mit ihrem geliebten Haustier, einer Shih-Tzu-Hündin namens Emma, begraben lassen möchte.

Tierheim-Personal machtlos

Im März diesen Jahres starb die Frau, und kurze Zeit später ließ ein Nachlassverwalter den letzten Wunsch der Dame erfüllen: Auf Anweisung schläferte ein Tierarzt den gesunden Hund ein, der daraufhin eingeäschert und gemeinsam mit der Frau beerdigt wurde. Eine solche Prozedur ist zwar auf staatlichen Friedhöfen nicht erlaubt, auf privaten und familieneigenen Grabplätzen darf man sich aber tatsächlich mit seinen Haustieren begraben lassen.

Nach dem Tod der Frau war Emma nach einem Bericht von "NBC12" am 8. März in ein Tierheim gebracht worden. Dort kümmerte sich das Personal um das nun verwaiste Tier und versuchte, ihm ein neues Zuhause zu vermitteln. Doch als der Nachlassverwalter auftauchte, um den Willen der toten Frau durchzusetzen, war das Tierheim-Personal machtlos.

Diskussion um Gesetzesänderung angestoßen

"Wir haben mehrfach versucht, Emma zu übernehmen. Es war eine gesunde Hündin und und wir hätten problemlos ein neues Zuhause für sie finden können", erzählte Carrie Jones, eine Mitarbeiterin des Chesterfield-Tierheimes bei "NBC12".

Doch das Recht des Bundesstaates Virginia war auf Seiten der toten Frau. "Wann immer so etwas passiert, bricht es uns das Herz", sagte Carrie Jones dem Newsportal weiter. Durch den aktuellen Fall, um den es besonders viel Aufregung gibt, könnte aber eine Diskussion angestoßen worden sein. So soll es erste Bemühungen verschiedener Politiker und Gruppierungen geben, die umstrittene Regelung bald zu stoppen.

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