Brasilianischer Präsident in der Kritik : Human Rights Watch: Jair Bolsonaro sabotiert Kampf gegen Corona-Pandemie

Jair Bolsonaro bringe laut Human Rights Watch seine Landsleute in große Gefahr.
Jair Bolsonaro bringe laut Human Rights Watch seine Landsleute in große Gefahr.

Laut der Menschenrechtsorganisation habe Bolsonaro unter anderem gegen die Abstandsempfehlungen verstoßen.

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12. April 2020, 09:44 Uhr

Rio de Janeiro | Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro vor, den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu sabotieren. Bolsonaro habe in der Corona-Pandemie unter anderem gegen die Abstandsempfehlungen verstoßen, schrieb HRW in einer Stellungnahme auf seiner Webseite. Zudem bringe Bolsonaro seine Landsleute in große Gefahr, weil er auch sie ermuntere, den Empfehlungen nicht zu folgen. Die Zahl der Corona-Infizierten in Brasilien war zuletzt auf mehr als 20.000 gestiegen, 1124 Todesfälle wurden bisher in Verbindung mit dem Virus registriert.

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Bolsonaro sorgte am Samstag erneut für Menschenansammlungen, als er zusammen mit Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta und zwei weiteren Ministern ein im Bau befindliches Feldlazarett im Bundesstaat Goiás besuchte. Zuvor hatte der Präsident am Donnerstag und Freitag mit Besuchen in einer Bäckerei sowie in einer Apotheke für Aufsehen gesorgt.

Gouverneur wendet sich ab

Der Gouverneur von Goiás, Rodrigo Caiado, hatte Bolsonaro zuletzt seine Unterstützung entzogen, weil er mit dessen Vorgehen in der Corona-Krise und einem Aufruf zur Rückkehr an die Arbeit nicht einverstanden war.

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