Kreis Oldenburg : Vier Männer und eine Frau sterben bei Horrorunfall auf der A1

Ungebremst ist der Transporter auf den Lastwagen aufgefahren.
Ungebremst ist der Transporter auf den Lastwagen aufgefahren.

Ein Transporter ist in der Nacht auf der A1 bei Wildeshausen anscheinend ungebremst von hinten auf einen Sattelzug gefahren. Die Einsatzkräfte mussten fünf Leichen aus dem Transporter bergen.

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07. Oktober 2020, 07:37 Uhr

Wildeshausen | Ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter sei zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West auf einen Sattelzug aufgefahren und unter den Lastwagen geraten, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Polizei am frühen Mittwochmorgen.

Keine Bremsspuren zu sehen

Es waren keine Bremsspuren zu sehen gewesen, sagte Ertelt. Vermutlich sei der Transporter also ungebremst auf den Lastwagen aufgefahren. Der Sattelzug musste laut Polizeibericht wegen eines Rückstaus vor einer Baustelle langsam fahren. Rund 800 Meter weiter befindet sich eine Baustelle mit verengter Fahrbahn. Der Sattelzugfahrer aus Bad Oeynhausen hatte laut Polizei das Warnblinklicht angeschaltet.

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Notarzt konnte nur den Tod feststellen

Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Transporter durch die Wucht des Zusammenpralls völlig deformiert. "Die Unfallmeldung war, dass zwei Personen verletzt sind, eine davon eingeklemmt", berichtete Ortsbrandmeister Lutz Ertelt von der Feuerwehr Wildeshausen. Man habe auch zunächst nur zwei Menschen in dem Fahrzeug gesehen und die drei weiteren Insassen erst entdeckt, als die Feuerwehr die Türen herausbrach. Es sei schwierig gewesen, die Opfer aus dem Wrack zu befreien. Bei allen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Der Lastwagenfahrer benötigte nach erster Untersuchung keine ärztliche Hilfe.


Eine Frau und vier Männer im Transporter

Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 27 und 50 Jahren. Der Unfall war der Polizei kurz nach Mitternacht gemeldet worden. Die A1 wurde in Richtung Osnabrück gesperrt.

Ertelt sprach von einer größeren Unfallaufnahme. Für die Bergungs- und Rettungsarbeiten wurde die Autobahn an der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord in Fahrtrichtung Osnabrück bis 6.45 Uhr voll gesperrt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Laut Feuerwehr kommt es häufiger zu schweren Unfällen auf der A1. Wildeshausen liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Cloppenburg und Bremen und ist rund 40 Kilometer von der Hansestadt entfernt.

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Belastend für Einsatzkräfte

Auch für die erfahrenen Helfer der Feuerwehr war der Unfall ein belastender Einsatz. "Hier der A1 erleben wir eigentlich jährlich solche Unfälle, auch mit mehreren Toten", berichtete Ertelt. Fünf Todesopfer bei einem Unfall sei allerdings eine ungewöhnliche und herausragende Zahl. "Das geht uns natürlich genau so nahe wie jedem anderen auch", meint Ertelt. Im Nachgang des Einsatzes würden die beteiligten Helfer über den Einsatz sprechen. Auch psychologische Hilfe werde den Einsatzkräften angeboten.

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