Corona-Todesopfer in den USA : Hohe Dunkelziffer: Viele New Yorker sterben in ihren Wohnungen

An einem normalen Tag werden 25 Leichen aus Wohnungen in New York geholt.
An einem normalen Tag werden 25 Leichen aus Wohnungen in New York geholt.

Gouverneur Andrew Cuomo mahnt, man sei noch nicht ansatzweise aus dem Gröbsten heraus.

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08. April 2020, 21:26 Uhr

New York | Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen", sagte er. Cuomo ordnete an, die Flaggen im Bundesstaat auf halbmast zu hängen. Er verglich die Situation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York knapp 2800 Menschen starben. Er hätte niemals gedacht, dass er noch einmal so eine große Katastrophe in seinem Leben sehen werde, sagte der Gouverneur.

Noch nicht ansatzweise aus dem Gröbsten raus

Trotzdem bekräftigte Cuomo, dass die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen funktionierten, dies zeige sich weiterhin bei der zurückgehenden Zahl an neu ins Krankenhaus Eingewiesenen. Dies bedeute aber nicht, dass die Maßnahmen nun bereits gelockert werden könnten. "Wenn wir etwas ändern, wird sich die Kurve ändern."

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Man sei noch nicht ansatzweise aus dem Gröbsten raus. Nach Berichten über höhere Infiziertenzahlen unter Afro-Amerikanern und Latinos kündigte Cuomo an, mehr Tests in den entsprechenden Communitys durchführen zu wollen.

Hohe Dunkelziffer: Viele sterben zu Hause

Unterdessen häufen sich die Hinweise darauf, dass es in New York bei den Toten eine höhere Dunkelziffer geben könnte, weil viele Leute ohne ärztliche Behandlung zu Hause sterben. An normalen Tage müsse man etwa 25 Gestorbene aus ihren Häusern in der Millionenstadt holen, sagte der leitende General der Nationalgarde, Joseph Lengyel, am Mittwoch. "Diese Zahlen sind deutlich gestiegen und 150 Menschen pro Tag müssen in die Leichenhalle gebracht werden."

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