Hochzeit auf den ersten Blick 2018 : Erst ja, dann nein: Horror-Hochzeit in Sat.1-Show

Erst ja, dann nein: Für Tamara und Sascha wird die Sat.1- Show 'Hochzeit auf den ersten Blick' zum Debakel.
Erst ja, dann nein: Für Tamara und Sascha wird die Sat.1- Show "Hochzeit auf den ersten Blick" zum Debakel.

Ja - nein! So schnell wie Tamara und Sascha ist in der TV-Show "Hochzeit auf den ersten Blick" noch keiner gescheitert.

svz.de von
09. November 2018, 11:14 Uhr

Berlin | In der Sat.1-Show "Hochzeit auf den ersten Blick" heiraten die Kandidaten Menschen, die sie noch nie gesehen haben – nachdem ein Expertenteam sie im psychologischen Testverfahren zum perfekten Paar erklärt hat. Die Ehe ist rechtsgültig und endet für die meisten in der Scheidung: Nur drei von 17 Paaren der ersten vier Staffeln sind noch zusammen. Am kommenden Sonntag zeigt Sat.1 einen neuen Negativrekord: Tamara führte das erste Trennungsgespräch mit Sascha noch im Standesamt.

Nein denken und Ja sagen: "Hochzeit auf den ersten Blick"

Dass der Bodybuilder nicht der Mann ihres Lebens sein wird, hat Tamara gewusst, sobald er vor ihr stand: "Ich habe gespürt: Das war der größte Fehler meines Lebens", zitiert Sat.1 sie in einer Vorabmeldung. "Es wäre besser gewesen, in Ohnmacht zu fallen oder rauszurennen. Ich hätte nicht 'Ja' sagen dürfen! Aber ich habe in dem Moment an ihn gedacht und gedacht: Das kann ich ihm nicht antun." Sascha zeigt sich entsprechend vernichtet: "Das war der Korb des Jahrhunderts", sagt er. "Schlimmer geht's ja eigentlich nicht mehr."

Stimmt. Denn Sascha ist nicht nur vor einem Millionenpublikum blamiert; er hat auch noch viel Ärger vor sich – zum Beispiel in Form der Sat.1-Crew, die das Paar nach dem Standesamt weiterbearbeitet, in grässliche Flitterwochen begleitet, genüsslich beim Scheitern filmt oder in einer spektakulären Dramaturgie doch noch zum Zusammenbleiben beschwatzt. Verheiratet bleiben die beiden auf jeden Fall erstmal, denn vor der Scheidung liegt das Trennungsjahr. Hoffentlich lernen sie nicht gerade jetzt einen passenderen Partner kennen.

Wieso hat Tamara nicht die Reißleine gezogen?

Warum also hat Tamara nur 'Ja' gesagt, obwohl sie ihren Fehler erkannt hatte? Vielleicht, weil die Suggestionskraft der Psycho-Tests groß ist. Weil sie selbst sich über Monate davon überzeugt hatte, dass sie diese Art der Ehe will. Weil der Erwartungsdruck eines Standesamts voller Fernsehleute und Verwandter gewaltig ist. Und vielleicht auch, weil Sat.1 den Kandidaten nach der Verkündung des "Perfect matches" keine Zeit mehr zum Nachdenken lässt. In vergangenen Staffel, haben Ehemalige des Formats uns berichtet, betrug das Zeitfenster zwischen der Verkündigung des "Perfect matches" und dem Ja-Wort weniger als drei Wochen – in denen das Brautkleid gekauft, die Hochzeit geplant und ein mehrwöchiger Spontan-Urlaub für den Dreh organisiert werden musste. Dafür zahlt Sat.1 den Kandidaten übrigens kein Honorar, sondern nur eine Aufwandspauschale. Nach dem Scheidungsverfahren ist davon nicht mehr viel übrig.

Sendetermin: Sat.1 zeigt das Debakel am Sonntag, 11. November, um 17.30 Uhr.

Mehr zu "Hochzeit auf den ersten Blick":

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen