Katastrophenszenario : Rekordhochwasser überschwemmt Venedig – ein Toter

Die Flut erreichte in Venedig einen Höchststand von 127 Zentimetern.
Die Flut erreichte in Venedig einen Höchststand von 127 Zentimetern.

"Mehr als außergewöhnlich", beschreibt Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro die Situation.

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13. November 2019, 09:32 Uhr

Venedig | Das durch heftige Regenfälle ausgelöste Hochwasser in Venedig ist in der Nacht zum Mittwoch auf den höchsten Wert seit mehr als 50 Jahren gestiegen. "Wir sehen uns mit einem Hochwasser konfrontiert, das mehr als außergewöhnlich ist", schrieb der Bürgermeister der norditalienischen Stadt, Luigi Brugnaro, im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es seien alle verfügbaren Kräfte mobilisiert worden, um die Kontrolle über die Situation zu behalten.


Nach Angaben des Lagezentrums stieg das als "Acqua Alta" bekannte Hochwasser kurz vor Mitternacht auf einen Pegel von 1,87 Meter. Nur ein einziges Mal seit Beginn der Aufzeichnungen 1923 war das Wasser noch höher: 1966 lag der Pegel bei 1,94 Meter. Bürgermeister Brugnaro kündigte an, am Mittwoch den Notstand auszurufen. Er machte den Klimawandel für das außergewöhnliche Hochwasser verantwortlich.

Der Eingangsbereich zum Markusdom ist überflutet. Foto: dpa/Luca Bruno
picture alliance/dpa
Der Eingangsbereich zum Markusdom ist überflutet. Foto: dpa/Luca Bruno


Ein Mann durch Stromschlag getötet

In den nahezu die ganze Stadt bedeckenden Fluten starb Medienberichten zufolge ein 78-jähriger Mann. Der Einheimische wurde durch einen Stromschlag getötet, als Wasser in sein Haus eindrang. Durch die Straßen trieben Stühle und Tische, vielerorts wurden Anlegestellen für die berühmten Touristen-Gondeln weggerissen. Die Küstenwache schickte spezielle Boote in die überfluteten Straßen, die als schwimmende Krankentransporte fungieren sollten.

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