Nachbesserung bei Zeugnissen : Hochschulverband fordert Corona-Bonus bei schlechter Abiturprüfung

Für die Abiturienten soll es in diesem Jahr einen Bonus geben, falls die Zeugnisse schlechter ausfallen.
Für die Abiturienten soll es in diesem Jahr einen Bonus geben, falls die Zeugnisse schlechter ausfallen.

Schneiden Schüler in diesem Jahr signifikant schlechter bei den Abiturprüfungen ab, soll nachgebessert werden.

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11. Mai 2020, 06:16 Uhr

Berlin | Der Deutsche Hochschulverband fordert einen Noten-Bonus für den Fall, dass das diesjährige Abitur infolge der Corona-Krise schlechter ausfallen sollte als im Durchschnitt der letzten Jahre. "Für den Abiturjahrgang 2020 darf kein Nachteil entstehen", sagte Verbandspräsident Bernhard Kempen den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

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Verbandpräsident erwartet Nachteilsausgleich

Man müsse die besonderen Bedingungen berücksichtigen, unter denen das Abitur in diesem Jahr stattfinde. Das Coronavirus dürfe nicht den Lebenslauf eines ganzen Jahrgangs abwerten. "Sollten die Leistungen der Schüler am Ende signifikant schlechter ausfallen als im Durchschnitt der letzten Jahre, dann erwarte ich einen Nachteilsausgleich", sagte Kempen. "Alles andere wäre ungerecht."

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Bundesweit einheitliche Regelung

Sollten zum Beispiel die Abiturnoten 2020 im Schnitt 0,4 oder 0,5 Punkte schlechter sein, müssten die Schüler einen Bonus bekommen. Dazu sei es nicht nötig, die Abitur-Zeugnisse zu ändern. "Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Hochschulen bei den zulassungsbeschränkten Fächern einen angemessenen Bonus gewähren." Dazu müssten sich die Länder und die Hochschulrektoren auf eine bundesweit einheitliche Regelung einigen.

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