Angst vor Zauberei in Tennessee : Nach dem Rat von Exorzisten: US-Schule verbannt Harry-Potter-Bücher

Bücher der Fantasy-Romanreihe Harry Potter werden regelmäßig von religiösen Kräften verteufelt.
Bücher der Fantasy-Romanreihe Harry Potter werden regelmäßig von religiösen Kräften verteufelt.

Sie würden voller echter Zaubersprüche stecken, so die Befürchtung der Privatschule.

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03. September 2019, 16:00 Uhr

Nashville | Eine katholische Schule im US-Bundesstaat Tennessee hat Medienberichten zufolge die Bücher der Harry-Potter-Reihe aus ihrer Bibliothek entfernt. Der Schulleiter der St. Edward Catholic School habe die Entscheidung in Absprache mit Exorzisten in den USA und in Rom getroffen, berichtete "The Tennessean" am Samstag (Ortszeit). Die Zeitung berief sich dabei auf eine E-Mail der Schule. Darin soll es heißen, die Zaubersprüche und Flüche in den Büchern könnten beim Lesen tatsächlich "böse Geister" beschwören.

Zaubersprüche könnten echt sein

Die katholische Kirche nehme keine offizielle Position gegenüber den Harry Potter-Büchern ein, sagte die Leiterin der katholischen Diözese Nashville, Rebecca Hammel, der Zeitung. Deshalb habe der Pastor der Schule das letzte Wort. Dieser kommt, laut des zitierten Briefes, zu dem Schluss, dass "die Flüche und Zaubersprüche in diesen Büchern echt sind und, wenn sie von einem Menschen gelesen werden, böse Geister heraufbeschwören könnten".

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Bücher von Joanne K. Rowling der Zensur zum Opfer fallen. Erst im April verbrannten katholische Geistliche in Polen die Bücher wegen ihrer angeblich schlechten Energie.

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