Fünf bis zehn Euro mehr : "Krieg um Klopapier": Rewe-Händler fordert Aufschlag von Hamsterkäufern

In dem Rewe in Rheinland-Pfalz ist neu geliefertes Klopapier innerhalb von 15 Minuten wieder ausverkauft.
In dem Rewe in Rheinland-Pfalz ist neu geliefertes Klopapier innerhalb von 15 Minuten wieder ausverkauft.

Um Hamsterkäufern das Handwerk zu legen, hat ein Supermarkt-Händler in Rheinland-Pfalz eine besondere Idee.

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22. März 2020, 08:56 Uhr

Rengsdorf | Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

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Neue Lieferung innerhalb von 15 Minuten weg

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück der dpa am Samstag. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. "Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen."

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Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Coronavirus-Helfer leiten. Seine Aktion findet im Internet großen Widerhall und Zustimmung, obwohl der Kaufmann bislang noch keinen Cent Spenden eingenommen hat. Der Grund: Er bekommt derzeit kein Klopapier geliefert. Die Aktion will Glück aber durchziehen und glaubt an den Erfolg: "Wenn jeder sich vernünftig verhält, hätten alle was."

Auch Dänemark greift durch

Auch ein Supermarkt in im dänischen Hellerup hat zu einer Aufschlag-Methode gegriffen, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Eine Flasche Desinfektionsmittel kostet umgerechnet 5,40 Euro. Wer jedoch eine weitere verlangt, muss 1000 dänische Kronen draufzahlen, was etwa 135 Euro entspricht.

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