"Tattoo-Convention" in Berlin : Hakenkreuze auf den Oberschenkeln: Polizei ermittelt gegen 29-Jährige

Auf der alljährlich stattfinden 'Tattoo'-Convention trug eine Frau Hakenkreuze auf den Oberschenkeln.
Auf der alljährlich stattfinden "Tattoo"-Convention trug eine Frau Hakenkreuze auf den Oberschenkeln.

Die 29-jährige Frau, die an dem Wettbewerb zur "Miss Tattoo" teilnahm, gab an, nicht rechts eingestellt zu sein.

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05. August 2019, 19:05 Uhr

Berlin/Hamburg | Auf der "Tattoo-Convention" zeigen Menschen jedes Jahr ihre ausgefallene Körperbemalung. Leider macht die Veranstaltung in diesem Jahr auch negative Schlagzeilen, weil eine Frau auf der Bühne Hakenkreuze auf ihren Oberschenkeln zur Schau stellte.

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Laut "Tagesspiegel" hat bei der Wahl zur "Miss Tattoo" in der Berlin-Arena in Alt- Treptow eine 29-jährige Frau teilgenommen, die die 45 Grad nach rechts gedrehten „Swastika“-Symbole auf die Rückseite ihrer Oberschenkel tätowiert hat. Auch die Polizei habe bestätigt, dass es sich im ein verfassungsfeindliches Symbol handelt und ermittelt nun wegen Verdachts einer Straftat.


Gegenüber dem Tagesspiegel gab die Frau an, nicht rechts eingestellt zu sein, sie grenze sich aber auch von den Linken ab. Außerdem sagte sie: "Wenn man Nazis erlaubt, gewisse Zeichen mit solchen Bedeutungen zu behaften, gibt man ihnen Freiraum." Die 45-Grad-Drehung der "Swastikas" habe einen ästhetischen Grund.

Veranstalter distanziert sich

Der Veranstalter der Tattoo Convention, Frank Weber, äußerte sich gegenüber der "Bild"-Zeitung zu dem Vorfall und distanziert sich von rassistischem Gedankengut: "Auf der Bühne stehen um die 350 Leute, viele ziehen sich erst kurz davor aus, sodass wir nicht alle Motive sehen und es nicht immer im Griff haben. Das ist hier blöderweise auch passiert." Dies sei auch der Grund gewesen, warum die Frau bei dem Wettbewerb in die zweite Runde gewählt wurde.

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