Vier Festnahmen : Frankreich: Junge macht Hausaufgaben nicht – totgeschlagen

Geschwister sollen ihren Bruder zu Tode geprügelt haben, weil er seine Hausaufgaben nicht machen wollte.
Geschwister sollen ihren Bruder zu Tode geprügelt haben, weil er seine Hausaufgaben nicht machen wollte.

Der Neunjährige war offenbar allein mit seinen Geschwistern zuhause. Die Mutter war verreist.

svz.de von
22. November 2018, 07:00 Uhr

Mülhausen | Ein neun Jahre alter Junge soll in Ostfrankreich von Familienmitgliedern totgeschlagen worden sein, weil er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Ermittler hätten im elsässischen Mülhausen (Mulhouse) vier Menschen aus der Familie und deren Umkreis in Gewahrsam genommen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Darunter seien die Mutter, die 20-jährige Schwester, der 19-jährige Bruder und dessen schwangere Freundin.

Offenbar mit Joystick auf Jungen eingeschlagen

Der Junge war bereits Mitte September tot zuhause aufgefunden worden. Seine Geschwister hatten Retter alarmiert, da sie das Kind nicht wiederbeleben konnten. Auch die Wiederbelebungsversuche der Sanitäter scheiterten. Eine Autopsie ergab, dass der Junge an den Folgen schwerer Schläge mit dumpfen Gegenständen starb. Wie Der Sender France 3 unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, soll unter anderem ein Joystick die Tatwaffe sein. Die Familie habe die Todesursache vor der Autopsie zunächst verschwiegen.

Den Ermittlungen zufolge war der Neunjährige verprügelt worden, weil er seine Hausaufgaben nicht machen wollte. Die Mutter war während der Tat verreist. Sie soll dem älteren Bruder aufgetragen haben, den Neunjährigen zu schlagen, wenn er die Hausaufgaben verweigere. Am Donnerstag werden die vier Familienmitglieder der Staatsanwaltschaft vorgeführt.

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