Recycling : Flaschenpfand: Bundesrat beschließt Änderung

Das Flaschenpfand soll ausgedehnt werden.
Das Flaschenpfand soll ausgedehnt werden.

Noch immer können nicht alle Getränkedosen und Plastikflaschen am Pfandautomaten abgegeben werden. Das soll sich ändern.

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14. März 2020, 09:13 Uhr

Berlin | Der Bundesrat hat sich dafür ausgesprochen, die Pfandpflicht auf alle Getränkedosen und Einweg-Plastikflaschen auszudehnen. Die Entschließung, die Hessen und Baden-Württemberg angeregt hatten, fasste die Länderkammer am Freitag in Berlin. Darin heißt es, die Getränkeart dürfe bei der Frage der Pfandpflicht keine Rolle mehr spielen, wie der Bundesrat mitteilte. Übergangsfristen sollen dem Handel bei der Umstellung helfen. Voraussetzung solle zudem sein, dass die aus den Einwegflaschen gewonnenen Rezyklate – also Recycling-Materialien – auch gut zu verwerten sind.

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Deutsche Umwelthilfe begrüßt Beschluss

Die Zielmarke für den Mehrweg-Anteil bei Getränken wird in Deutschland längst nicht erreicht. Sanktionen gibt es dafür nicht. Seit 2019 sind Supermärkte verpflichtet, am Regal gut sichtbar zu kennzeichnen, wo Einweg- und wo Mehrwegflaschen stehen. Das soll den Kunden helfen, sich bewusster zu entscheiden. Außerdem wurde die Pfandpflicht ausgeweitet auf Einweg-Verpackungen mit Frucht- und Gemüse-Nektaren mit Kohlensäure – etwa Apfelschorlen aus Nektar - und Mischgetränke mit Molkeanteil von mehr als 50 Prozent. Es gibt aber weiterhin pfandfreie Getränke, etwa Säfte.

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte den Beschluss des Bundesrats. "Bisher landen viele der jährlich rund eine Milliarden Einweg-Plastikflaschen für Säfte und Nektare ohne Pfand in der Umwelt oder dem Restmüll, wodurch die Natur verschmutzt, Ressourcen verschwendet und der Klimawandel angeheizt wird", sagte der stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

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