Viel Verkehr durch Rückreisewelle : Warnung vor "Mega-Stau-Wochenende": Die Brennpunkte im Norden

Wegen des Rückreiseverkehrs werden am Wochenende lange Staus befürchtet.
Wegen des Rückreiseverkehrs werden am Wochenende lange Staus befürchtet.

Der ADAC befürchtet am Wochenende "mehrstündige Zwangsstopps" auf den Autobahnen.

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09. August 2019, 11:18 Uhr

Berlin | Stocken, Stillstand, nichts geht mehr: Auf solche Erlebnisse im Stau sollten sich Reisende auch am Wochenende wieder einstellen.

Zum einen enden in vielen Bundesländern die Sommerferien, zum anderen gehen einige Urlauber aus Baden-Württemberg und Bayern erst jetzt auf eine große Tour. Auch aus Nordrhein-Westfalen machen sich noch einige Touristen auf den Weg. Auf lange Autobahnfahrten am Wochenende sollten Reisende besser komplett verzichten, raten die Autoclubs. Der Auto Club Europa (ACE) rechnet mit neuen Reisewellen aus dem Süden und Westen.

Hier geht es zur ADAC-Stauprognose

Die Stau-Brennpunkte

Besser sei es, unter der Woche am besten am Montag, Dienstag oder Mittwoch loszufahren, raten die Clubs. Wer aus terminlichen Gründen gar nicht anderes kann, sollte am Wochenende zumindest ganz früh morgens, spät abends oder nachts starten. Als Hauptreisezeiten nennt der ACE am Freitag den Zeitraum von 12 bis 20 Uhr, am Samstag von 8 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. (Weiterlesen: Stau ertragen oder umfahren? Welche Apps Autofahrern helfen können)

Brennpunkte sind Berlin, Hamburg, das Rhein-Ruhr- und das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und München sowie Routen von und zu den deutschen Küsten. Zudem müssen Autofahrer auf den folgenden Strecken mit Staus rechnen (wenn nicht anders vermerkt in beiden Richtungen):

  • A 1: Puttgarden - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A 2: Dortmund - Hannover - Magdeburg
  • A 3: Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A 4: Aachen - Köln - Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A 5: Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
  • A 6: Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7: Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8: Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9: München - Nürnberg - Berlin
  • A 10: Berliner Ring
  • A 19: Dreieck Wittstock - Rostock
  • A 20: Lübeck - Rostock
  • A 24: Berlin - Hamburg
  • A 40: Venlo - Duisburg - Essen
  • A 45: Dortmund - Gießen
  • A 61: Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 81: Heilbronn - Stuttgart - Singen
  • A 93: Kiefersfelden - Rosenheim
  • A 95: München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96: München - Lindau
  • A 99: Umfahrung München

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Schweiz und Österreich

Auch für viele Reiserouten in Österreich und in der Schweiz erwarten die Clubs lange Staus – nach Norden ebenso wie in südlicher Richtung.

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Am Samstag ist in Österreich ganztags mit viel Verkehr zu rechnen. Am Sonntag werden Rückreisende von 10 Uhr bis in den Nachmittag hinein ein hohes Verkehrsaufkommen verursachen.

Das sind die Stau-Brennpunkte in Österreich

  • A 10 (Tauernautobahn)
  • A 11 (Karawankenautobahn)
  • A 12 (Inntalautobahn)
  • A 13 (Brennerautobahn)
  • A 14 (Rheintalautobahn) sowie der Fernpass.

Dazu kommt das Fahrverbot für den überregionalen Durchgangsverkehr auf einigen Landstraßen in Tirol und Salzburg. So können etwa die Ausfahrten zwischen Hall und Zirl auf der Inntalautobahn (A 12) sowie bei Patsch und bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A 13) für den Durchgangsverkehr nicht genutzt werden, teilt der ACE mit. Von den Fahrverboten in Salzburg sei die A 10 besonders betroffen.

Am Samstag- und Sonntagmittag dürfte sich der Verkehr nach Norden vor den Grenzübergängen nach Deutschland stauen. Über Wartezeiten informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Webseite.

Das sind die Stau-Brennpunkte in der Schweiz

Hohe Staugefahr sagen die Clubs auch für die Schweiz voraus – zum Beispiel vor den Portalen des Gotthardtunnels (A 2). Auch auf der Alternativroute St. Margarethen - Bellinzona (A 13) müssen Reisende mit Störungen und Staus rechnen. Dennoch sei diese Ausweichstrecke ab einer Wartezeit von etwa einer Stunde zu empfehlen. Ebenfalls besonders stark belastet sein werden die A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) und die A 3 (Basel - Zürich - Chur).

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