Corona-Krise : Normaler Schulbetrieb nach Sommerferien laut Experten nicht möglich

Teilweise haben die Schulen wieder geöffnet.
Teilweise haben die Schulen wieder geöffnet.

Jüngere Schüler sollten vor älteren Jahrgängen Vorrang beim Präsenzunterricht haben.

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28. Mai 2020, 17:40 Uhr

Berlin | Nach Einschätzung mehrerer Bildungsexperten werden die Schulen auch nach den Sommerferien noch nicht zurück in den Normalbetrieb gehen können. "Die Planungen des neuen Schuljahres sollten nicht von einer Wiederkehr des gewohnten "schulischen Regelbetriebs" ausgehen", heißt es in den Empfehlungen einer 22-köpfigen Expertenkommission für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung, die am Donnerstag vorgestellt wurden. Vorsitzender der Kommission ist Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

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Den Empfehlungen stehen allerdings Äußerungen aus einzelnen Bundesländern entgegen, wonach für das nächste Schuljahr wieder ein regulärer Schulbetrieb angestrebt wird. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) oder Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) etwa hatten das in Aussicht gestellt.

Homeschooling – hören Sie hierzu passend unseren Podcast "Coronaland":


In dem 45-seitigen Papier wird nun für den Fall eines weiterhin bestehenden eingeschränkten Schulbetriebs empfohlen, dass jüngere Schüler vor älteren Jahrgängen Vorrang beim Präsenzunterricht haben sollten und dass Lehrpläne und Prüfungsinhalte für das nächste Schuljahr reduziert werden. "Die Vergabe von Abschlüssen sollte soweit möglich von Zensuren entkoppelt und auf das klassische Sitzenbleiben verzichtet werden", heißt es weiter. Die Experten empfehlen außerdem, dass bedürftige Schüler ohne eigene Laptops oder Tablets zu Beginn des Schuljahres mit Leihgeräten ausgestattet werden.

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