Tödlicher Streit in Essen : Teenager getötet – 17-Jähriger festgenommen

Eine Kerze und Blumen liegen an einer Haltestelle an der in der Nacht ein 14 Jahre alter Junge erstochen wurde.
Eine Kerze und Blumen liegen an einer Haltestelle an der in der Nacht ein 14 Jahre alter Junge erstochen wurde.

Ein erst 14 Jahre alter Junge soll bei einer Auseinandersetzung in der Nacht zu Sonntag in Essen getötet worden sein.

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19. April 2020, 10:38 Uhr

Essen | Bei einem Streit an einer Bushaltestelle in Essen ist ein 14 Jahre alter Junge mit einem Messer niedergestochen und tödlich verletzt worden. Der Jugendliche erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Beamte nahmen einen 17-jährigen Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe zum Tatort am Von-Ossietzky-Ring in einem Grüngürtel vorläufig fest.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Jugendlichen in der Nacht zu Sonntag in einer Gruppe mit mehreren Personen unterwegs, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte. Nicht alle seien - wie die beiden jungen Männer - minderjährig gewesen. Dann sei es zu der Auseinandersetzung gekommen. Der Streit eskalierte: Der 17-Jährige stach mit einem Messer nach derzeitigem Ermittlungsstand einmal auf den Jüngeren ein und verletzte ihn am Oberkörper.

Der mutmaßliche Täter stand vermutlich unter Alkoholeinfluss und flüchtete im Anschluss an die Attacke, wie es hieß. Die Einsatzkräfte setzten bei der Fahndung einen Hubschrauber ein. Polizisten und ein Notarzt versuchten, den 14-Jährigen noch vor Ort zu reanimieren. Er starb wenig später im Krankenhaus.

An der Bushaltestelle, an der die Tat geschah, wurde am Sonntagmittag eine Kerze mit Blumen aufgestellt. Die Hintergründe des Streits und dessen Hergang waren derweil noch völlig unklar. Auch in welchem Verhältnis die beiden Jugendlichen zueinander standen, war nicht bekannt.

Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Mitglieder der Gruppe, mit denen die Jugendlichen unterwegs waren, wurden am Sonntag laut Angaben der Polizeisprecherin bereits vernommen. Ob der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird, stand demnach aber noch nicht fest.

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