Für mehr Sicherheit : Erster U-Bahnhof in Deutschland bekommt Barrieren vor den Gleisen

So sollen die Bahnsteigtüren am Münchener U-Bahnhof Olympiazentrum aussehen.
So sollen die Bahnsteigtüren am Münchener U-Bahnhof Olympiazentrum aussehen.

Die Stadt wäre mit dem Projekt Vorreiter in Deutschland.

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02. August 2019, 16:41 Uhr

München | Viel wurde in den vergangenen Tagen über die Sicherheit an Deutschland Bahnhöfen diskutiert. Am Montag hatte ein 40-Jähriger eine Frau und ihren achtjährigen Sohn im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden Zug geschubst – der Junge kam dabei ums Leben. Erst wenige Tage zuvor war eine Frau in Voerde am Niederrhein auf ähnliche Weise ums Leben gekommen.

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In München wird jetzt die Errichtung von Bahnsteigtüren geplant, wie die dortigen Stadtwerke (SWM) am Freitag mitteilten. Die Stadt wäre mit dem Projekt Vorreiter in Deutschland. Die Pläne zu den Bahnsteigtüren hatte es bereits vor den Taten in Frankfurt und Voerde gegeben.

Bahnsteigtüren in allen 100 Münchener U-Bahnhöfen möglich

Die Türen sollen den U-Bahnverkehr sicherer und pünktlicher machen, heißt es in einer Mitteilung. Sie grenzen den Bahnsteig vom Gleisraum ab und öffnen sich erst, wenn ein Zug im Bahnhof steht. In einem Pilotprojekt im U-Bahnhof Olympiazentrum sollen derartige Bahnsteigtüren von 2023 an zunächst an einem Gleis getestet werden, sagte der Betriebsleiter der U-Bahn, Michael Frieß, am Freitag.

Weiterlesen: Diskussion über Sicherheit an Bahnhöfen: So funktioniert es im Ausland

Sollte der Test am Olympiazentrum erfolgreich sein, wollen die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die SWM nach und nach alle 100 U-Bahnhöfe mit Bahnsteigtüren ausstatten. Anfangen wollen sie mit den hoch frequentierten Stationen in der Innenstadt. Möglich wird die Neuerung durch eine Digitalisierung des Zugsicherungssystems bis 2028.

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