Schwere Lungenprobleme : Erster Raucher stirbt durch E-Zigarette in den USA

In den USA ist erstmals ein Dampfer nach dem rauchen einer E-Zigarette gestorben.
In den USA ist erstmals ein Dampfer nach dem rauchen einer E-Zigarette gestorben.

Macht das Rauchen von E-Zigaretten lungenkrank? Nach dem ersten Todesfall gehen US-Behörden den Ursachen auf den Grund.

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24. August 2019, 08:55 Uhr

New York | Nach der Häufung dubioser Lungenerkrankungen in Folge der Benutzung von E-Zigaretten gibt es in den USA nun den ersten Todesfall. Am Donnerstag sei dem Gesundheitsministerium im Bundesstaat Illinois der Tod eines Erwachsenen gemeldet worden, der zuvor eine solche Zigarette benutzt habe und mit "einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden war", sagte die leitende medizinische Angestellte des Ministeriums, Jennifer Layden, am Freitag.

(Weiterlesen: Behörden prüfen: E-Zigaretten Auslöser für rätselhafte Lungenerkrankung?)

Man prüfe zusammen mit weiteren Behörden die Verbindung der gemeldeten Fälle mit den elektronischen Zigaretten. Nähere Angaben zu dem Toten gab es zunächst nicht.


Rund 200 Fälle registriert

Die Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass die bundesweite Zahl der gemeldeten Fälle seit Ende Juni mittlerweile auf 193 in 22 US-Staaten gestiegen sei. Zwar hätten alle gemeinsam, dass die Betroffenen E-Zigarette geraucht hätten, trotzdem habe man bislang kein bestimmtes Produkt ausfindig machen können, das mit allen Erkrankungen in Verbindung stehe. Es gibt viele verschiedene E-Zigaretten und Tausende sogenannte Liquids – also Flüssigkeiten, die verdampft werden.

Behörden untersuchen Atemwegserkrankungen

Die Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) erklärte, sie sei "besorgt" über den Todesfall. "Die FDA hat auch Proben aus einer Reihe von Staaten erhalten und wird diese auf ihre Bestandteile untersuchen", sagte Abteilungsleiter der FDA-Tabaksparte, Mitch Zeller. Dabei gehe es um den Gehalt von Nikotin, aber auch um den psychoaktiven Wirkstoff THC und möglicherweise enthaltene Chemikalien.

(Auch interessant: Erste Stadt in den USA will den Verkauf von E-Zigaretten verbieten)

Die Behörden hatten zuletzt mitgeteilt, dass viele Opfer mit Beschwerden THC-Liquids geraucht hätten. Zunächst blieb aber unklar, wie hoch der Anteil der THC-Konsumenten von den Betroffenen war.

Beschwerden beim Atmen

Als Beschwerden der Patienten listen sie Atembeschwerden, Atemnot und Brustschmerzen auf. Dazu kamen in einigen Fällen Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall.


Es sei bekannt, dass E-Zigaretten nicht harmlos seien, sagte CDC-Experte Brian King: "Sie können eine Vielzahl potenziell schädlicher Inhaltsstoffe enthalten". So seien bereits krebserregende Chemikalien, Schwermetalle und andere Stoffe in entsprechenden Produkten gefunden worden.

Auch gegenüber einigen Geschmacksstoffen gebe es Bedenken, sagte King. Diese Inhaltsstoffe stünden nach bisherigen Erkenntnissen zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Erkrankungsfällen, könnten die Symptome aber verstärken.

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