Proteste der Klimaschützer : Erneuter Polizeieinsatz im Hambacher Forst – Barrikaden entfernt

Bereits am Dienstag war die Polizei im Hambacher Forst im Einsatz.
Bereits am Dienstag war die Polizei im Hambacher Forst im Einsatz.

Im Hambacher Forst hatten Klimaschützer Nagelbretter aufgestellt und Reifen angezündet.

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24. Juni 2020, 14:21 Uhr

Kerpen | Einen Tag nach einem größeren Polizeieinsatz im Hambacher Forst sind am Mittwoch abermals Beamte in dem Wald aktiv geworden. "Von Waldbesetzern in der Nacht errichtete kleinere Barrikaden auf den Einsatzwegen wurden im Laufe des Morgens weggeräumt", teilte die Behörde mit. Zudem hätten Unbekannte alte Reifen angezündet und Nagelbretter ausgelegt. "Die Beamten entfernten die Bretter, das Feuer wurde gelöscht."

Symbol des Kampfes zwischen Klimaschützern und Kohlebranche

Am Tag zuvor hatte die Polizei größere Holzkonstruktionen auf den Wegen in dem Wald entfernt. Die Wege müssten frei gehalten werden, da dieser sonst für Streifen- oder auch Rettungswagen nicht mehr passierbar sei, hieß es zur Begründung. Die Polizeiaktion wurde von Kohle-Gegnern als Provokation kritisiert. Der Hambacher Forst gilt als Symbol des Kampfes zwischen Klimaschützern und Kohlebranche. Im Wald leben Aktivisten.

Frauen wieder frei

Die am Dienstag in Gewahrsam genommenen Frauen wurden nach Angaben der Polizei am Mittwoch wieder entlassen. Beide hätten bei ihrem Transport zur Wache ein Polizei-Fahrzeug mit Fäkalien beschmiert. Zudem seien später Zellentüren mutwillig beschädigt worden.

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