Vorwurf der Untreue : Nach Ibiza-Affäre: Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Strache eingeleitet

Gegen den Ex-Chef der FPÖ, Heinz-Christian Strache, wird wegen Untreue ermittelt.
Gegen den Ex-Chef der FPÖ, Heinz-Christian Strache, wird wegen Untreue ermittelt.

Auch gegen weitere Unbekannte sollen Ermittlungen laufen.

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13. Juni 2019, 16:32 Uhr

Wien | Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat im Zusammenhang mit dem "Ibiza-Video" Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-Fraktionschef Johann Gudenus (FPÖ) eingeleitet. Konkret gehe es um den Vorwurf der Untreue, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es werde zudem gegen weitere Unbekannte ermittelt. Zuerst hatte das österreichische Nachrichtenmagazin "profil" darüber berichtet.

Video brachte Strache zu Fall

Die Ermittlungen betreffen das "Ibiza-Video", das "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" am 17. Mai veröffentlicht hatten und in dessen Folge die rechtskonservative Regierung in Österreich zusammenbrach. Die 2017 heimlich gefilmten Aufnahmen zeigen den damaligen Parteichef Strache sowie Gudenus im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Formen politischer Einflussnahme.

Weiterlesen: Drahtzieher hinter Strache-Video legt Geständnis ab

Strache behauptet dabei unter anderem, dass einige wichtige Unternehmer zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro über einen parteinahen Verein an die FPÖ gespendet hätten. Diese reagierten mit Dementis. Einen Tag nach der Veröffentlichung trat Strache als Parteichef und Vizekanzler zurück, Gudenus trat sogar aus der Partei aus. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft interessiert sich auch für den FPÖ-Abgeordneten Markus Tschank, dessen Immunität am Donnerstag aufgehoben wurde. Tschank war in mehreren FPÖ-nahen Vereinen aktiv.

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