Ukrainisches Atomkraftwerk : Erhöhte Radioaktivität nach Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone

Blick auf Prypjat – im Hintergrund ist das Akw zu sehen.
Blick auf Prypjat – im Hintergrund ist das Akw zu sehen.

Der Super-GAU von Tschernobyl veränderte die Welt. Mehr als 30 Jahre später ist das Gebiet um das Akw eine Sperrzone.

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05. April 2020, 20:04 Uhr

Kiew/Tschernobyl | In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist infolge eines Waldbrands erhöhte Radioaktivität gemessen worden. "Es gibt schlechte Neuigkeiten: Im Zentrum des Brandes ist die Radioaktivität überdurchschnittlich hoch", schrieb Jegor Firsow, Leiter des staatlichen Umweltinspektionsdienstes, am Sonntag auf Facebook. Er veröffentlichte ein Video, in dem ein Geigerzähler das 16-Fache des Normalwertes anzeigte. Das Feuer habe sich auf 100 Hektar Fläche ausgebreitet, schrieb Firsow.

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Die ukrainischen Rettungsdienste hatten am Sonntagmorgen mitgeteilt, dass in der Luft keine erhöhte Radioaktivität gemessen worden sei und das Feuer unter Kontrolle sei. Zwei Flugzeuge, ein Hubschrauber und etwa hundert Feuerwehrmänner waren am Sonntag im Einsatz, um das am Samstagabend ausgebrochene Feuer zu bekämpfen. Am Samstag hatten die Behörden noch von "Schwierigkeiten" bei der Feuerbekämpfung wegen der erhöhten Radioaktivität in einigen Gebieten gesprochen. Umliegende Ortschaften seien jedoch nicht gefährdet.

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Nach dem Reaktorunglück vor 34 Jahren war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks errichtet worden. Kommerzielle Landwirtschaft ist dort noch immer verboten.

Der Reaktorblock 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einem Sicherheitstest explodiert. Der GAU rund hundert Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des Akw ist bis heute stark verstrahlt.

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