Kein Vorwurf, nur ein Schimpfwort : Anklage wegen Verleumdung: Elon Musk will "Pädo-Typ" nicht so gemeint haben

Elon Musk versucht, seine Beleidigungen zu erklären. Der Unternehmer muss sich wegen Verleumdung verantworten.
Elon Musk versucht, seine Beleidigungen zu erklären. Der Unternehmer muss sich wegen Verleumdung verantworten.

In Südafrika sei der Ausdruck "Pädo-Typ" ein ganz normales Schimpfwort.

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17. September 2019, 09:56 Uhr

Los Angeles | Der wegen Verleumdung angeklagte Tesla-Chef Elon Musk hat versucht, seine Beleidigung eines britischen Höhlenforschers als "Pädo-Typ" zu rechtfertigen. Dieser Begriff sei während seiner Kindheit in Südafrika ein übliches Schimpfwort gewesen, heißt es in am Montag bei Gericht in Los Angeles eingegangenen Unterlagen des US-Unternehmers. So werde ein "unheimlicher alter Mann" bezeichnet, der Begriff enthalte keinen konkreten Pädophilie-Tatvorwurf.

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Kein "Pädo-Typ" aber ein "Kindervergewaltiger"?

Der Kläger Vernon Unsworth war im Sommer 2018 an der weltweit Aufsehen erregenden Rettungsaktion einer thailändischen Jungen-Fußballmannschaft aus einer Höhle beteiligt. Unsworth hatte ein von Musk angebotenes Mini-U-Boot zur Rettung der Fußballmannschaft abgelehnt und als "PR-Trick" bezeichnet. Es bestehe "absolut keine Chance", dass das Mini-U-Boot in der Höhle funktionieren könne, hatte er erklärt. Musk solle sich das Boot "dorthin stecken, wo es wehtut".

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Musk reagierte darauf mit einer Reihe von Tweets von seinem offiziellen Twitter-Account und nannte Unsworth unter anderem einen "Pädo-Typen". Später löschte Musk die Tweets wieder und entschuldigte sich. Allerdings legte er noch einmal nach und nannte den 64-jährigen Unsworth später einen "Kindervergewaltiger", der seine aus Thailand stammende Ehefrau als Zwölfjährige geheiratet habe.

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