Eisrennen in Zell am See : Heiß auf Eis

Wiedergeburt einer Legende: Beim GP Ice Race in Zell am See sorgt neben spannenden Rennen auch das traditionelle Skijöring für reichlich Spektakel.  Foto: GP Ice Race
Wiedergeburt einer Legende: Beim GP Ice Race in Zell am See sorgt neben spannenden Rennen auch das traditionelle Skijöring für reichlich Spektakel. Foto: GP Ice Race

Das legendäre Eisrennen in Zell am See feiert am kommenden Wochenende ein Comeback

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13. Januar 2019, 05:00 Uhr

Zell am See | Am Anfang stand die Idee: Der gebürtige Nürnberger Vinzenz Greger und Ferdinand Porsche aus Zell am See wollten einer legendären Veranstaltung zu ihrem Comeback verhelfen. 40 Jahre lang zwischen 1937 und 1974 begeisterten spektakuläre Eisrennen mit Autos und Skijöring die Fans. „Wir wollen nun diese legendäre Veranstaltung aus dem Dornröschenschlaf holen und für eine zeitgemäße Neuauflage sorgen“, erklärt Vinzenz Greger.

Keine elitäre Veranstaltung

Unter zeitgemäß versteht das Duo ein spektakuläres Motorsport-Wochenende, bei dem aktuelle Renn- und Rallye-Fahrzeuge in verschiedenen Wettbewerben zu bewundern sein werden, ebenso werden Exponate historischer Motorsport-Boliden in Aktion zu leben sein. Dazu ist die gesamte Veranstaltung nicht als elitäres Treffen konzipiert, sondern volksnah und bodenständig: „Bei uns gibt es keine VIP-Karten für Fahrerlager und Boxen nur für privilegierte Besucher. Bei unserer Veranstaltung kommt man mit der Eintrittskarte auch wirklich ganz nahe ans Geschehen und die Stars heran“, so Motorsportlegende Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, der als Ice-Race-Botschafter Vinzenz Greger und Ferdinand Porsche bei der Veranstaltung unterstützt. „Der Motorsport gehört zu Zell am See genauso wie die Pass-Straßen in den Bergen“, betont Initiator Ferdinand Porsche.

Bei der Neuauflage, die unter dem Namen GP Ice Race stattfinden wird, kehren viele bekannte Elemente zurück: Auf dem traditionellen Renngelände am alten Flughafen werden Amateur- und Profirennfahrer, Teams und Hersteller in verschiedenen Klassen spektakulär miteinander konkurrieren. Auch das traditionelle Skijöring und Show-Fahrten prominenter Fahrer stehen auf dem zweitägigen Programm.

Ein Porsche 550 Spyder, der vormals Ferry Porsche, dem Großvater von Ferdinand Porsche, gehörte und vor rund 60 Jahren beim Eisrennen in Zell am See vom deutschen Rennfahrer Kurt Ahrens pilotiert wurde, feiert ein Comeback auf der Eis-Piste. Einer der lediglich 82 Käufer eines Porsche 550 Spyder war die Schauspiel-Legende James Dean, was dem Sportwagen den Spitznamen „James Dean Porsche“ einbrachte.

Unweit von Zell am See stürmte am 28. August 1938 „Bergkönig“ Hans Stuck mit dem Auto Union Typ C/D zum Sieg beim berühmten Bergrennen am Großglockner. Mehr als 80 Jahre später präsentiert nun sein Sohn „Strietzel“ Stuck einen ähnlichen Auto Union Typ C, der im Ausstellungsbereich der Veranstaltung in Zell am See ausgestellt wird. Unter den leistungsstarken und legendären Rallyeautos der sogenannten Gruppe B war Mitte der 1980er Jahre der über 500 PS starke Audi Sport Quattro S1 das wohl spektakulärste Auto. Der zweimalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl steuerte in der Rallye-Weltmeisterschaft diesen Rallye-Boliden, der beim GP Ice Race auch auf dem Eis zu bewundern sein wird.

Skijöring

Beim Skijöring lassen sich Skifahrer in Höchstgeschwindigkeit über den Schnee ziehen. 1928 ziehen erstmals reiterlose Pferde die Skifahrer über die Rennpiste. Bald darauf findet Skijöring auch im Motorsport Anklang. 1938 fahren in Zell am See die ersten motorisierten Renntandems über das Eis; Eisrennen für Motorräder aller Klassen und Automobile folgen.

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