St. Peter-Ording : Ein "lebendes Fossil": Der grausige "Terrorvogel" ist geschlüpft

Das wenige Tage alte Seriema-Küken nimmt im Westküstenpark ein Sonnenbad.
Das wenige Tage alte Seriema-Küken nimmt im Westküstenpark ein Sonnenbad.

Der nun geschlüpfte Seriemas soll von Natur aus gruselig aussehen. Schließlich ist er ein wahrer "Terrorvogel".

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31. August 2019, 13:51 Uhr

St. Peter-Ording | Hübsch ist dieser Vogel nicht gerade, aber sehr selten: Die Seriemas im Westküstenpark St. Peter-Ording im Kreis Nordfriesland haben Nachwuchs bekommen. Die langbeinigen Seriemas werden oft als "lebendes Fossil“ bezeichnet – und sehen auch ein wenig danach aus. Sie gelten als die letzten Verwandten der vor 18.000 Jahren ausgestorbenen „Terrorvögel“ (Phorusrhacidae).

Weil die Eltern das Küken aus unbekannten Gründen verließen, wird das Vogel-Baby jetzt von Hand aufgezogen, wie Parkleiter Peter Marke sagte.

Nur auf der Flucht legen sie einen Zahn zu

Die Seriemas sind schlechte Flieger. Sie zählen zu den größten vorwiegend am Boden lebenden Vögel Südamerikas. Selbst in Bäume begeben sie sich zum Übernachten am liebsten zu Fuß. Auf der Flucht können sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern laufen, sagte Marke.

In ihrer Heimat werden handzahme Seriemas oft als "Wächter" eingesetzt: Wenn sich Raubtiere oder Unbekannte nähern, warnen die Vögel davor mit lauten Rufen.

Foto: dpa/Wolfgang Runge
Foto: dpa/Wolfgang Runge

Die ältesten Vorfahren der Seriemas waren einst der Schrecken Südamerikas. Sie konnten mit einem einzigen Stoß Tiere von der Größe einer Antilope niederstrecken – waren zu der Zeit aber selbst ungefähr 1,50 Meter groß.

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