Amoklauf in den USA : Ein Toter, acht Verletzte: Jugendliche schießen an ihrer Schule um sich

Der Angriff ereignete sich nicht weit entfernt von der Columbine Highschool, wo vor 20 Jahren 15 Menschen bei einem Amoklauf ums Leben kamen.
Der Angriff ereignete sich nicht weit entfernt von der Columbine Highschool, wo vor 20 Jahren 15 Menschen bei einem Amoklauf ums Leben kamen.

Wieder werden Schüler in den USA Opfer eines Angriffs: Ein 18-Jähriger wurde am Dienstag in seiner Schule erschossen.

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08. Mai 2019, 07:02 Uhr

Washington | Erst vor wenigen Tagen jährte sich der Amoklauf an der Columbine Highschool zum 20. Mal, nun wurde an einer Schule nur knapp neun Kilometer Luftlinie entfernt eine weitere Gewalttat verübt: Ein 18-jähriger Schüler wurde durch mehrere Schüsse getötet. Acht weitere Schüler seien verletzt worden, mehrere von ihnen schwebten in Lebensgefahr, sagte der Sheriff von Douglas County, Tony Spurlock, am Dienstag. Die beiden mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden. Sie seien selbst Schüler an der betroffenen Schule in Highlands Ranch südlich von Denver im US-Bundesstaat Colorado. Die Verletzten seien 15 Jahre und älter. Einer der mutmaßlichen Täter sei noch minderjährig, der andere bereits volljährig.

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Die Schule in Highlands Ranch umfasst einen Kindergarten sowie die Klassen eins bis zwölf und wird von rund 1800 Schülern besucht. Eine Polizeisprecherin sagte, die Polizei sei alarmiert worden, nachdem kurz vor 14 Uhr (Ortszeit/22 Uhr MESZ) in den mittleren Klassen Schüsse gefallen seien. Eine Polizeidienststelle befinde sich in unmittelbarer Nähe der Schule. Sheriff Spurlock sagte, Polizisten seien innerhalb von zwei Minuten an der Schule gewesen. Offenbar konnte durch das schnelle Eintreffen der Sicherheitskräfte eine höhere Opferzahl verhindert werden.

"Tragischerweise kennen sie diese Gewalttaten viel zu gut"

Auf die Frage, ob die mutmaßlichen Täter bereits zuvor aufgefallen seien, sagte der Sheriff: "Wir hatten sie auf keinem Radar." Bei allen Verletzten handele es sich um Schüler. Lehrer oder anderes Schulpersonal seien nicht betroffen. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Spurlock sagte: "Das ist ein furchtbares Ereignis." In den USA kommt es immer wieder zu Angriffen in Schulen – auch wegen der laxen Waffengesetze. Schusswaffen sind leicht zu beschaffen.

Die Polizei durchsucht das Zuhause eines der Täter.
afp/Chet Strange
Die Polizei durchsucht das Zuhause eines der Täter.

Das Weiße Haus teilte mit, man bete für die Betroffenen des Angriffs. Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden. "Tragischerweise kennen diese und die umgebenden Gemeinden diese hasserfüllten und furchtbaren Gewalttaten nur zu gut."

Am 20. April 1999 hatten an der Columbine Highschool zwei bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt. Vor dem Jahrestag des Columbine-Schulmassakers im vergangenen Monat waren aus Angst vor einem möglichen Angriff einer verdächtigen 18-Jährigen die Columbine Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver geschlossen worden. Die Verdächtige wurde später tot aufgefunden. Sie war vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und hatte sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als "bewaffnet und gefährlich" eingestuft worden war.

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