Limburger Ex-Bischof : Ehemalige Luxuswohnung von Tebartz-van Elst als Museum eröffnet

Dieser Raum sollte einmal die Bibliothek werden.
Dieser Raum sollte einmal die Bibliothek werden.

Mal wieder wurde im Bistum Limburg viel Geld ausgegeben – und wieder dreht es sich um den in Ungnade gefallenen Bischof.

svz.de von
16. April 2019, 23:41 Uhr

Limburg | Geschichtsträchtige Exponate im Einbauregal: Das Bistum Limburg nutzt die frühere Luxuswohnung des abberufenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst nun als Museum. Im Erdgeschoss präsentiert das Diözesanmuseum eine Ausstellung zur Geschichte des Bistums, das Untergeschoss dient als Depot.

Er freue sich sehr, dass es gelungen sei, die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sagte Bischof Georg Bätzing am Dienstagabend zur Eröffnung. Die 280 Quadratmeter große Wohnung wurde nach Bistumsangaben für 225.000 Euro umfunktioniert. So stehen nun beispielsweise im wandbreiten Bücherregal des früheren Arbeitszimmers rund 130 Ausstellungsstücke.

Es wurde teurer als gedacht

Tebartz-van Elst hatte vor fünf Jahren sein Amt in Limburg aufgeben müssen – insbesondere wegen des Skandals um die Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes auf rund 31 Millionen Euro. Zu dem Komplex gehörte auch die bischöfliche Wohnung – edel ausgestattet mit fast frei stehender Badewanne, Einbaumöbeln oder raffinierter Beleuchtungstechnik. Auch eine – früher private – Kapelle ist Teil des Ensembles, die Museumsbesuchern nun ebenfalls offen steht.

Tebartz-van Elsts Nachfolger Bätzing hatte sich dagegen entschieden, in die schicke Bischofswohnung zu ziehen. Der Umbau der Räume begann im November 2017. Im darauffolgenden März wurde bekannt, dass die Diözese wegen einer Fehlplanung und eines verhängten Baustopps Zusatzkosten tragen muss. Diese seien in den 225.000 Euro Umbaukosten eingerechnet, so das Bistum.


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