Lange Wartelisten : Künstlerin stellt Schmuck aus Muttermilch her

Melanie Käpple fertigt Schmuck aus Muttermilch. Damit wolle sie sich und anderen Müttern die Gelegenheit geben, die Zeit des Stillens 'in Form eines schönen und ganz individuellen Schmuckstücks in Erinnerung zu halten', schreibt Käpple auf ihrer Internetseite.
Melanie Käpple fertigt Schmuck aus Muttermilch. Damit wolle sie sich und anderen Müttern die Gelegenheit geben, die Zeit des Stillens "in Form eines schönen und ganz individuellen Schmuckstücks in Erinnerung zu halten", schreibt Käpple auf ihrer Internetseite.

Muttermilch ist nur Babynahrung? Nicht für Designerin Melanie Käpple.

svz.de von
22. Juli 2019, 06:50 Uhr

Duisburg | Für ihre Kettenanhänger und Armbänder hat sich eine Schmuckdesignerin aus Duisburg ein besonderes Material ausgesucht: Melanie Käpple fertigt Schmuck aus Muttermilch. Damit wolle sie sich und anderen Müttern die Gelegenheit geben, die Zeit des Stillens "in Form eines schönen und ganz individuellen Schmuckstücks in Erinnerung zu halten", schreibt Käpple auf ihrer Internetseite.

Melanie Käpple sitzt in ihrem Arbeitsraum. Foto: dpa/Christoph Reichwein
picture alliance/dpa
Melanie Käpple sitzt in ihrem Arbeitsraum. Foto: dpa/Christoph Reichwein

Interessierte Mütter schicken ein paar Tropfen ihrer Muttermilch an die Designerin. Käpple trocknet diese dann und vermischt sie mit Harz und anderen härtenden Materialien. Zuletzt wird das Ganze in Form geschliffen. Auch Haare oder Teile der Nabelschnur können verarbeitet werden. Weil die Nachfrage nach den ungewöhnlichen Schmuckstücken größer sei als ihre Kapazitäten, lost die Designerin nach eigenen Angaben ihre nächsten Kunden aus.

Foto: dpa/Christoph Reichwein
picture alliance/dpa
Foto: dpa/Christoph Reichwein

In sozialen Netzwerken gibt es auch kritische Stimmen: Manche sprechen von Ekel vor der verarbeiteten Muttermilch. Andere sähen Mütter herabgewürdigt, die sich gegen das Stillen entscheiden, berichtet Käpple. Zuvor hatte die "WAZ" über die Künstlerin berichtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen