Vorzeitige Entlassung aus der Haft : Ex-Salafistenprediger Sven L. kommt früher aus dem Gefängnis

Der ehemalige Salafistenprediger Sven L. bei seiner Anklage.
Der ehemalige Salafistenprediger Sven L. bei seiner Anklage.

Rund zwei Drittel seiner Strafe hat der ehemalige Salafistenprediger Sven L. abgesessen.

svz.de von
16. Mai 2019, 10:30 Uhr

Düsseldorfer | Der ehemalige Mönchengladbacher Salafistenprediger Sven L. kommt vorzeitig aus der Haft frei. Der zuständige Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf habe einer Haftentlassung von L. nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe zugestimmt, bestätigte ein OLG-Sprecher am Donnerstag auf AFP-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Rheinischen Post". L. habe sich vom Islamismus distanziert und sei unter anderem Mitglied in einem Aussteigerprogramm. Wann genau die Freilassung erfolgt, ist noch nicht bekannt.

Kämpfer an Islamisten vermittelt

L. war am 26. Juli 2017 wegen Unterstützung der als Terrorvereinigung eingestuften islamistischen Miliz Jamwa in Syrien zu der Haftstrafe verurteilt worden. Bei der Haftdauer wird auch die Untersuchungshaft angerechnet, so dass der frühere Salafistenprediger nunmehr zwei Drittel seiner Strafe absaß.

Bei der Verurteilung von L. sah es der Düsseldorfer Staatsschutzsenat als erwiesen an, dass der zum Urteilszeitpunkt 36-Jährige von Deutschland aus der islamistischen Jamwa-Miliz zwei Kämpfer vermittelt hatte. Zudem unterstützte er laut Urteil die später in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat aufgegangene Jamwa mit 250 Euro Bargeld sowie durch die Anschaffung von drei Nachtsichtgeräten im Wert von rund 1440 Euro.

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