Nach Geisterfahrer-Unfall bei Dortmund : Dreister Autofahrer wendet nach Unfall in Rettungsgasse – Unfallopfer tot

In einem Stau nach einem schweren Verkehrsunfall in Dortmund hat ein Autofahrer nach Feuerwehrangaben seinen Wagen gewendet und ist durch die Rettungsgasse zurückgefahren.
In einem Stau nach einem schweren Verkehrsunfall in Dortmund hat ein Autofahrer nach Feuerwehrangaben seinen Wagen gewendet und ist durch die Rettungsgasse zurückgefahren.

Weil er im Stau offenbar die Geduld verlor, hat ein Autofahrer nach einem Unfall in der Rettungsgasse gewendet.

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09. August 2019, 11:20 Uhr

Dortmund | Mitten im Stau nach einem schweren Unfall mit drei Verletzten hat ein Autofahrer in Dortmund gewendet – und ist durch die Rettungsgasse zurückgefahren.Ein Feuerwehrmann, der nicht im Einsatz war und ebenfalls im Stau stand, fotografierte den zurückfahrenden Wagen und ließ das Bild den Ermittlern zukommen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet. (Weiterlesen: Warnung vor "Mega-Stau-Wochenende": Die Brennpunkte im Norden)

Geisterfahrer verursacht Unfall

Bei einer Kollision war eine 69-Jährige, die aus noch ungeklärter Ursache auf der falschen Spur in die gegensätzliche Richtung fuhr, lebensgefährlich verletzt worden. Die Bochumerin starb wenige Stunden nach dem Vorfall im Krankenhaus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zwei weitere Personen wurden verletzt - eine Frau, deren Wagen mit dem der Falschfahrerin frontal zusammenstieß und eine weitere Fahrerin, die nicht mehr bremsen konnte und auffuhr.

Bei dem schweren Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen wurden drei Personen verletzt. Foto: dpa/Feuerwehr Dortmund
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Bei dem schweren Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen wurden drei Personen verletzt. Foto: dpa/Feuerwehr Dortmund

(Weiterlesen: Hände am Smartphone statt am Lenker: Polizei filmt Brummifahrer)

"Vorbildliche" Rettungsgasse

Laut Feuerwehr bildeten die folgenden Fahrzeuge "vorbildlich" eine Rettungsgasse. Ein Verkehrsteilnehmer habe „leider nicht die nötige Geduld" gehabt, auf das Ende der Straßensperre zu warten und gewendet. "Das ist grundverkehrt", sagte der Feuerwehrsprecher. "Man muss immer damit rechnen, dass weitere Rettungsfahrzeuge kommen und Hilfe nicht mehr möglich ist, weil man die Gasse blockiert." (Weiterlesen: Loch neben der Bus-Toilette – Linienbus sichergestellt)

Die Polizei ermitteltnach Angaben vom Freitag gegen den Fahrer.

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Verkehrsteilnehmer, die ohne Anweisung die Rettungsgasse nutzen, begehen laut Straßenverkehrsordnung eine Ordnungswidrigkeit. Das Wenden und entgegen der Fahrtrichtung Fahren kann mit einem Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot bestraft werden. Mit einer nachgewiesenen Gefährdung erhöht sich das Bußgeld auf 240 Euro. Neben der Ordnungswidrigkeit kann auch eine Straftat nach Paragraf 315c des Strafgesetzbuchs vorliegen – die Gefährdung des Straßenverkehrs.

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