Dramatische Lage der Eventbranche : „Night of Light“: Die spektakulärsten Bilder aus Deutschland

Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen – wie hier in Sellin.
Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen – wie hier in Sellin.

Mit rot beleuchteten Bauwerken hat die Veranstaltungswirtschaft auf die Folgen der Corona-Krise aufmerksam gemacht.

von
23. Juni 2020, 06:33 Uhr

Berlin | Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise hingewiesen. Dafür wurden in zahlreichen Städten wichtige Bauwerke in rotes Licht getaucht. "Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen", hieß es zur Begründung. Deutschlandweit sollten zahlreiche Gebäude angestrahlt werden, in Berlin etwa das Maxim Gorki Theater oder das Brandenburger Tor. (Lesen Sie dazu: Veranstalter schalten am Leuchtturm auf Alarmstufe Rot)

Brandenburger Tor, Berlin.
Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Brandenburger Tor, Berlin.


8900 Gebäude leuchteten rot

Auf der Internetseite der Veranstalter waren am Abend zu Beginn der Aktion bundesweit und im angrenzenden Ausland rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt werden sollten. Knapp 8200 Firmen hatten sich angemeldet. Beteiligen wollten sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher oder Tagungshotels.


Dagegen setzten die Betroffenen "ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung unserer Branche", statt der existierenden Kredit-Programme sei „echte Hilfe" benötigt. Dazu solle ein "Branchendialog mit der Politik" dienen, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

Rotes Leuchten in Niedersachsen

In Hannover leuchtete am Montagabend die Oper in der Signalfarbe auf. Die Initiatoren der "Night of Light" hatten dazu aufgerufen, in der Nacht auf Dienstag in mehr als 200 Städten Bauwerke in Rot zu hüllen. Die Branche war demnach der erste Wirtschaftszweig, der von der Krise getroffen wurde und wird wohl am längsten von den Auswirkungen betroffen sein.

Die Altstadt ist während der Aktion 'Night of Light' mit rotem Licht illuminiert.
Ole Spata/dpa
Die Altstadt ist während der Aktion "Night of Light" mit rotem Licht illuminiert.


Hintergrund der Aktion ist das angeordnete Verbot von Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie. "Wir werden in den kommenden Monaten weitere Terminveränderungen und Absagen erhalten. Allein was Konzerte und Shows angeht, müssen ganze Tourneen neu geplant werden. Die Folgen der Corona-Krise werden wir noch über Jahre hinweg spüren", sagte der Sprecher der Weser-Ems-Hallen in Oldenburg, Kim Gütebier, laut einer Mitteilung im Vorfeld der Aktion.

An mehreren weiteren Orten sollten am Abend Gebäude - wie etwa in Leer das Historische Rathaus - rot leuchten. Allein in Bremen planten mehr als 60 Locations die Teilnahme, vom Fernsehturm über das Universum bis zum Übersee-Museum.

Leuchten auch in Hamburg

Wahrzeichen im Norden wie die Hamburger Elbphilharmonie oder das Holstentor in Lübeck leuchteten am Montagabend in Rot als flammender Appell an die Politik.

Elbphilharmonie, Hamburg.
Daniel Reinhardt/dpa
Elbphilharmonie, Hamburg.


Heinrich-Hertz-Turm, Hamburg.
Daniel Reinhardt/dpa
Heinrich-Hertz-Turm, Hamburg.


Weitere spektakuläre Bilder der Aktion:

Das Portal des Bayrischen Bahnhofs, Leipzig.
Hendrik Schmidt/dpa
Das Portal des Bayrischen Bahnhofs, Leipzig.


Schloss Sanssouci, Potsdam.
Soeren Stache/dpa
Schloss Sanssouci, Potsdam.


Sanaa-Gebäude, Essen.
Roland Weihrauch/dpa
Sanaa-Gebäude, Essen.


Kunstakademie und die Brühlsche Terrasse, Dresden.
Sebastian Kahnert/dpa
Kunstakademie und die Brühlsche Terrasse, Dresden.


Bauhaus-Museum, Weimar.
Michael Reichel/dpa
Bauhaus-Museum, Weimar.


Studentenclub 'Kasseturm', Weimar.
Michael Reichel/dpa
Studentenclub "Kasseturm", Weimar.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen