Vox-Show kulinarisch : Höhle der Löwen: Würden Sie Insekten-Burger essen?

Die Höhle der Löwen bittet zu Tisch: Die Bugfoundation stellt Burger aus Insekten her. Foto: Gert Westdörp
Die Höhle der Löwen bittet zu Tisch: Die Bugfoundation stellt Burger aus Insekten her. Foto: Gert Westdörp

"Die Höhle der Löwen" wird kulinarisch: In der dritten Folge verkosten die Löwen Burger – aus Würmern.

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17. September 2018, 16:46 Uhr

Berlin | Die dritte Ausgabe der "Höhle der Löwen" (Dienstag, 18. September, 20.15 Uhr) bringt einen Appetithappen, der polarisieren dürfte: die Insekten-Burger der Osnabrücker Bugfoundation.

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Insekten-Burger in der "Höhle der Löwen"

Nahrhafte Burger aus – Wurm! Die Geschäftsidee, mit der Baris Özel aus Osnabrück und der Bremer Max Krämer den deutschen Speiseplan umschreiben wollen, ist ungewöhnlich. Jetzt stellen sie ihr Produkt in der Vox-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ einem Millionenpublikum vor. Für 225 000 Euro wollen sie den Investoren der Sendung 7,5 Prozent ihres Unternehmens überlassen. (Happy Po? Benutze ich selbst! Vox-Löwin Dagmar Wöhrl im Interview)

So kam der Wurm-Burger auf den Markt

Ob den „Löwen“ Frikadellen aus Buffalo-Würmern schmecken, zeigt der Sender am Dienstag ab 20.15 Uhr. Dass die Vox-Redaktion auf ein solches Unikat Appetit hat, versteht sich dagegen von selbst. Warum ist das Start-up erst jetzt Teil der Sendung? Auf dem Markt ist der Insekten-Burger schon seit drei Jahren – allerdings nicht in Deutschland. Nahrungsmittel aus Insekten sind hierzulande erst mit der Novel-Food-Verordnung zugelassen, die im Januar in Kraft trat. Davor verkauften Özel und Krämer die Rindfleisch-Alternative in Belgien, dann in den Niederlanden. Mit Beginn des Jahres kam der Insekten-Burger auch in Deutschland in den Handel. Im April ging in Aachen der erste Burger über die Ladentheke, danach erweiterte Rewe Süd das Angebot auf sein gesamtes Filialnetz. Inzwischen verkauft die Kette den Burger auch im Norden, etwa in Osnabrück, Hamburg und Bremen.

Der Buffalo-Wurm besteht den Geschmackstest

Ein Geschmackstest unserer Redaktion hat die gebratenen Buffalo-Würmer – Larven des Getreideschimmelkäfers – schon für gut befunden. Was noch für Deutschlands ersten Insektenburger spricht, ist ihre Öko-Bilanz: Laut Krämer verbrauchen die Würmer im Vergleich zur Rindfleischproduktion nur ein Zehntel der Ressourcen; und das Klima belasten sie nur mit einem Hundertstel an CO2. (Vox-Investor Thelen: Darum braucht er Hunderte Millionen)

Auf zur 'Höhle der Löwen': Baris Özel, Mitbegründer des Start-ups Bugfoundation. Foto: David Ebener
David Ebener
Auf zur "Höhle der Löwen": Baris Özel, Mitbegründer des Start-ups Bugfoundation. Foto: David Ebener

Die weiteren Pitches aus Folge 3 der „Höhle der Löwen“ stellt Vox in einer Pressemitteilung vor, die wir hier wiedergeben:

Schlaftablette: Smartsleep

Ein Drittel ihrer Lebenszeit verbringen die Menschen durchschnittlich mit Schlafen. „Das zeigt, wie wichtig Schlaf ist. Und wir wissen ja auch alle wie schlecht es uns geht, wenn wir unausgeschlafen sind“, erklärt Dr. Markus Dworak (37). Der Harvard-Absolvent und Schlafforscher tüftelte 14 Jahre an der Formel für eine Nährstoffkombination, die die natürlichen Erholungsprozesse während des Schlafs beschleunigt und optimiert. Das Ergebnis ist „Smartsleep”, eine Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Kreatin. Das Produkt ist einmalig, so der 37-Jährige, denn im Gegensatz zu anderen Mitteln, die beim Einschlafen helfen sollen, will „Smartsleep” die Regeneration im Tiefschlaf verbessern.Um durchzustarten fehlen dem Gründer 250.000 Euro. Dafür bietet er zehn Prozent Firmenanteile.

Kleben nach Zahlen: Dot on Art

Annette Siegle (41) aus Schwieberdingen, Tanja Haller (45) aus Stuttgart und Julia Habermaier (41) aus Kornwestheim wollen die Welt ein bisschen klebenswerter machen. Die drei Schwäbinnen haben für die „Löwen“ eine Auswahl ihrer Do-it-yourself-Kunst mitgebracht. „Dot On Art” nennen die drei ehemaligen Kolleginnen und Werberinnen die Technik, bei der man mit Klebepunkten und Punkteraster Kunstwerke selbst kreativ anfertigen kann. Alle drei Gründerinnen sind Working Mums von insgesamt sieben Kindern und arbeiten vor allem nachts an ihrem kleinen Start-up: Mit Hilfe der „Löwen“ soll „Dot on Art” wachsen und als Marke aufgebaut werden. Für ein Investment von 100.000 Euro bieten die drei Gründerinnen 20 Prozent ihres Unternehmens.

Drücken im Rücken: Plankpad

André Reinegger (40) aus Aachen weiß ganz genau, wen er als Investor für seinen interaktiven Bodyweight-Trainer mit im Boot haben will: „Ich bin fest davon überzeugt, dass ich die ‚Löwen‘ begeistern werde, und Frank Thelen wird das Ding nehmen!“ prophezeit der Diplom-Designer. „80 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen“, weiß André. So auch er selbst. „Das einzige was mir wirklich geholfen hat, war die Plank-Übung. Das Problem an der Übung: Sie ist total langweilig.“ Der Technik-Fan wollte Abhilfe schaffen und entwickelte das „Plankpad”: ein Balance-Board mit einer App, die die Übungen dynamisch mit Spielen und Workouts verbindet. Für sein Unternehmen erhofft sich André Reinegger ein Investment von 50.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile.

Künstliches Frühchen: Sim Characters

Die „Löwen“ machen Bekanntschaft mit Baby Paul: Dem weltweit kleinsten Patientensimulator. Paul entspricht in fast jeder Hinsicht einem Frühgeborenen der 27. Schwangerschaftswoche – und er rettet Kinderleben, denn Mediziner können dank Paul die Versorgung von Frühgeborenen unter realistischen Bedingungen trainieren. Und der Bedarf ist groß: „Wir versorgen jeden dritten Tag ein Frühgeborenes“, berichtet Dr. Jens Schwindt (44), Kinderarzt in Wien. Weltweit sind es sogar 15 Millionen Kinder, die zu früh auf die Welt kommen. Gründer Jens Schwindt und Michael Hoffmann (54, Head of Finance) stellen den „Löwen“ ihre Firma „Sim Characters” vor, die mit Simulatoren die Versorgung kritisch kranker Kinder weltweit verbessern soll. Mit einem Investment von 1.000.000 Euro könnte die Weiterentwicklung und der Vertrieb des Hochtechnologie-Produkts weiter vorangetrieben werden. Im Gegenzug bieten Jens Schwindt und Michael Hoffmann zehn Prozent der Firmenanteile.

Weitere Themen der Show: Es gibt ein Wiedersehen mit den Parodont-Gründern Ismail und Hüsnü Özkanli aus Berlin sowie mit den Berlinern Oliver Elsoud und Frank Schmischke von Happy Po.

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