Zahlen, bitte! : Wie viele Deals in der „Höhle der Löwen“ geplatzt sind

Gut gebrüllt: Die Vox-Löwen haben  in der fünften Staffel Rekordquoten eingefahren.
Gut gebrüllt: Die Vox-Löwen haben in der fünften Staffel Rekordquoten eingefahren.

Die fünfte Staffel der „Höhle der Löwen“ ist vorbei. Wie groß war der Erfolg? Eine Zwischenbilanz.

svz.de von
22. November 2018, 12:32 Uhr

Berlin | Vox freut sich über die Quoten seiner Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“. Und die Gründer? Wie viele Deals sind in der Formatgeschichte geplatzt?

Vox bejubelt Rekordquoten

Die aktuelle Staffel der „Höhle der Löwen“ erklärt der Sender zur „erfolgreichsten Primetime-Eigenproduktion in der 25-jährigen Geschichte von Vox“ – weil der Marktanteil bei den 14- bis 59-Jährigen diesmal 17 Prozent betrug. In der branchenweit üblichen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sah es mit 21,5 Prozent sogar noch besser aus. Mit elf von zwölf Ausgaben war „Die Höhle der Löwen“ bei den 14- bis 49-Jährigen demnach sogar Primetime-Marktführer. Dem Sender zufolge ist das ein Rekord in der Formatgeschichte – genau wie die absolute Zahl des Gesamtpublikums: Im Schnitt sahen 2,95 Millionen Zuschauer zu, mehr denn je.

Auch online war man bei Vox zufrieden: „Bei Twitter landete der Hashtag #DHDL regelmäßig auf Platz 1 der Deutschland-Trends, bei Facebook verfolgten fast 185.000 Fans das Geschehen rund um die Gründer-Show“, schreibt der Sender in einer Bilanz zur Show.

Wie viel Deals platzen in der „Höhle der Löwen“?

Weitere Zahlen zur Show hat der Recherche-Dienst „ChuckNoRisk.com“ zusammengetragen:

Geplatzte Deals: 38,9 Prozent der im Fernsehen gefeierten Deals kamen demzufolge im Nachhinein doch nicht zustande. Mit 76,5 Prozent war die Abbruchquote in der ersten Staffeln am höchsten; in der aktuellen mit 17,7 Prozent am niedrigsten (Hier wurden allerdings auch die noch nicht ausverhandelten Abschlüsse als Erfolg gezählt.)

Gründungsflops: 11,3 Prozent der Firmen, die sich in einer der fünf Löwen-Staffeln präsentiert haben, sind heute nicht mehr am Markt. Das ist erheblich besser als der Bundesschnitt: Deutschlandweit scheitern 32 Prozent der Neugründungen binnen drei Jahren. (Grundlage der Vergleichsgröße ist eine aktuelle Studie der KfW-Bank.)

Geschlechterverhältnis: Bei Vox sind deutlich mehr Frauen zu sehen als im Geschäftsleben jenseits der TV-Kameras. In der Show ist ein Viertel der GründerInnen weiblich: Mit 24,9 Prozent ist der Mittelwert fast doppelt so hoch wie in der deutschen Gründerszene, den „Chuck No Risk“ unter Berufung auf den „Deutschen Start-up Monitor“ mit 13,5 Prozent angibt.

Gesamtinvestition: Die in der „Höhle der Löwen“ investierten Summen sind mit jeder Staffel gestiegen – von 1,87 Millionen Euro im ersten Jahr auf zuletzt 12,05 Millionen Euro. Mit 6,8 Millionen Euro hat Ralf Dümmel dabei bislang am meisten Geld in die Hand genommen. Judith Williams hat am wenigsten eingesetzt, dafür aber die meisten Firmenanteile kassiert – im Schnitt hält sie 24,2 Prozent. Dagmar Wöhrl ist die Investorin, bei der die wenigstens Deals platzen – nur einer von sechs.

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