Corona-Bußgelder im Überblick : Besuche zu Weihnachten: Was erlaubt ist, was nicht, welche Strafen drohen

von 21. Dezember 2020, 08:10 Uhr

svz+ Logo
Weihnachten während einer Corona-Pandemie – wenn alles nach Plan läuft, eine einmalige Angelegenheit.
Weihnachten während einer Corona-Pandemie – wenn alles nach Plan läuft, eine einmalige Angelegenheit.

Große Runden müssen wegen Corona ausfallen. Bei Missachtung drohen Bußgelder. Ein Überblick für Norddeutschland.

Berlin | Bund, Länder und Mediziner raten dazu, die Kontakte auch über Weihnachten so gering wie möglich zu halten. Dennoch gibt es für die Zeit vom 24. bis einschließlich 26. Dezember kleine Lockerungen. Wer und wie viel Besuch darf an Weihnachten kommen? Ob Familie, Freunde oder Verwandte – mit wem man Weihnachten verbringt, entscheidet jeder selbst. Außerdem wichtig: Es gibt keine feste Obergrenze, denn Kinder werden nur mitgerechnet, sobald sie 14 Jahre alt sind. Das gilt für den Haushalt der Gastgeber und den Besuch. Für Weihnachten während der Corona-Pandemie gelten diese Teilnehmergrenzen: Engerster Familien- und Verwandtenkreis: Eigener Haushalt plus maximal vier andere Personen; keine Beschränkung der Haushalte Freund und Bekannte: Insgesamt fünf Personen; Eigener Haushalt plus maximal ein anderer Haushalt. Diese Beschränkungen gelten für Treffen im Freien und drinnen. Die Mehrheit der Deutschen will sich an die Vorgaben halten: Mehrheit der Deutschen: Weihnachten an Corona-Regeln halten Welche Familienmitglieder dürfen kommen? Laut Verordnung können diese Personen Weihnachten zusammenfeiern, ohne dass für sie die Haushaltsgrenze gilt: Ehegattinnen, Ehegatten Lebenspartnerinnen, Lebenspartner Partnerinnen und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft Eltern Großeltern Urgroßeltern Kinder Enkelkinder Urenkelkinder Geschwister und Geschwisterkinder. Diese Menschen dürfen auch die Mitglieder aus deren jeweiligem Hausstand mitbringen. Doch nicht vergessen: Neben den Gastgebern dürfen insgesamt nicht mehr als vier Personen über 14 Jahren anwesend sein. Auch interessant: Polizei beendet Weihnachtsfeier in Arztpraxis – Frau beißt Beamtin Opinary Iframe Gut für Kinder in Niedersachsen: Das Land hebt die Altersgrenze für Kinder an, die keinerlei Corona-Kontaktbeschränkungen unterliegen. Ab dem 23. Dezember dürfen sich Kinder bis einschließlich 14 Jahre in der Freizeit treffen, etwa zum Fußballspielen. Bisher lag de Grenze bei zwölf Jahren. Zu viel Besuch an Weihnachten: Welche Strafen drohen? Wer sich nicht an die Kontakt- und Besuchsbeschränkungen hält und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Strafen dafür legen die einzelnen Bundesländer fest: Hamburg: 150 bis 500 Euro pro Person Mecklenburg-Vorpommern: 50 – 150 pro Person Niedersachsen: 150 bis 400 Euro pro Personen Schleswig-Holstein: 150 Euro pro Person Kontrolliert die Polizei an Weihnachten Wohnungen? Nein. Die Polizei wird nicht auf Verdacht Wohnung kontrollieren, um nach dem Rechten zu sehen – das darf Sie nie ohne Grund. Allerdings: Wenn Nachbarn oder andere Zeugen sich bei der Polizei melden – etwa wegen Ruhestörung oder des Verstoßes gegen die Corona-Verordnung –, werden die Beamten dem Hinweis nachgehen. Passend dazu: Soll ich meine Nachbarn verpetzen? Und wenn ja, wo? Wie geht es nach Weihnachten weiter? Die Familienregel fällt nach Weihnachten weg. Vom 27. Dezember bis zunächst 10. Januar 2021 gelten für Treffen wieder die Kontaktbeschränkungen, die am 16. Dezember in Kraft getreten waren: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. ...

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab (anschließend 7,90 €/Monat), um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in unserer App stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.

Monatlich kündbar

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Hier anmelden »

Oder kostenlos bis zu drei Artikel in 30 Tagen lesen

Registrieren »
zur Startseite