Anfälliges Gesundheitssystem : Corona-Pandemie in Italien: "Situation im Süden wird dramatisch explodieren"

Italienische Corona-Patienten auf der Intensivstation: Im Süden des Landes gibt es neue Alarmrufe.
Italienische Corona-Patienten auf der Intensivstation: Im Süden des Landes gibt es neue Alarmrufe.

"Die nächsten zehn Tage werden bei uns die Hölle sein", sagt der Regionalpräsident von Kampanien im Süden von Italien.

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25. März 2020, 20:24 Uhr

Rom | In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus über mehrere Tage leicht gesunken. Zugleich blieb die Zahl der Toten infolge der Pandemie mit 683 innerhalb eines Tages weiter hoch. Wie der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Behörden bei den aktuell Infizierten rund 3500 Fälle mehr als am Dienstag. Auch an den drei vorausgegangenen Tagen war das Plus an registrierten Neuinfektionen jeweils leicht gefallen. Mehrere Experten mahnten, dass man erst nach einer Woche oder mehr von einer wirklichen Trendumkehr bei den Infektionen ausgehen könne.

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Insgesamt registrierte Italien bisher 74.386 Corona-Fälle. Mehr als 7500 Menschen starben seit Februar in Folge des Erregers Sars-CoV-2. Italien ist in Europa das am härtesten getroffene Land. Mehr als 9000 Menschen gelten inzwischen als geheilt. Am Dienstag hatten die Behörden 743 neue Corona-Tote beklagt.

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Corona-Pandemie in Italien: Alarmruf aus Süden

Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist von Beginn an der Norden, besonders die Lombardei. Von dort hatten die Behörden zuletzt ebenfalls gemeldet, dass die Zahlen der Neuinfektionen mehrere Tage gesunken waren. Weil etwas weniger Menschen in die Krankenhäuser gekommen seien, sei der Druck etwas gemildert worden.

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Ein Alarmruf kam am Mittwoch jedoch aus dem Süden. Dort waren die Corona-Zahlen bisher niedrig. Jetzt schrieb der Regionalpräsident von Kampanien, Vincenzo De Luca, an die Regierung in Rom: "Die Situation im Süden wird in Kürze dramatisch explodieren." Und weiter: "Die nächsten zehn Tage werden bei uns die Hölle sein." Das Gesundheitssystem im armen Süden gilt als anfällig. In Italien gelten seit dem 10. März strenge Ausgehverbote im Kampf gegen das Coronavirus.

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