Hilfe zum Abstandhalten : Chinesische Grundschüler tragen "Ein-Meter-Hüte" im Unterricht

In der alten Kaiserstadt Xian tragen die Schüler lediglich Mundschutz (Foto). In Hangzhou waren Eltern und Schüler kreativ.
In der alten Kaiserstadt Xian tragen die Schüler lediglich Mundschutz (Foto). In Hangzhou waren Eltern und Schüler kreativ.

Nach 99 Tagen Zwangspause sind in Hangzhou die Schüler in den Schulunterricht zurückgekehrt. Sie kamen vorbereitet.

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27. April 2020, 19:57 Uhr

Hangzhou | Um Kindern bei der Wahrung sozialer Distanz zu helfen, hat sich eine Grundschule im ostchinesischen Hangzhou etwas Besonderes einfallen lassen: Am ersten Unterrichtstag nach einer 99-tägigen Corona-Zwangspause trugen Schüler der Yangzheng-Grundschule selbstgebastelte "Ein-Meter-Hüte" mit langen, flügelähnlichen Abstandshaltern, wie chinesische Medien berichteten.

"Das ist tatsächlich unsere Idee gewesen", zitierte die Nachrichtenplattform "The Paper" Vize-Rektor Hong Feng. Es entspreche einer Regel der Schule: "Trag einen Ein-Meter-Hut (und) halte einen Abstand von einem Meter."


Kinder basteln Hüte mit ihren Eltern

Die kunterbunten Hüte haben die Schüler demnach mit unterschiedlichen Materialien vor der Wiederaufnahme des Unterrichts zu Hause mit ihren Eltern gebastelt. Sie sollen den Kindern dabei helfen, soziale Distanz zu wahren und so das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Kopfbedeckungen seien historischen Vorbildern nachempfunden, die Beamte am Kaiserhof der Song-Dynastie (960-1279) trugen.

Shenzong of Song war der sechste Kaiser der Song-Dynastie und regierte von 1067 bis 1085.
National Palace Museum/Wikimedia Commons
Shenzong of Song war der sechste Kaiser der Song-Dynastie und regierte von 1067 bis 1085.


Die rund neun Millionen Einwohner zählende Metropole Hangzhou ist die Hauptstadt der ostchinesischen Küstenprovinz Zhejiang, die bislang mehr als 1200 Infektionsfälle vermeldet hat. Die meisten davon gelten als genesen. Nach offiziellen Statistiken gab es in der Provinz einen Toten.

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