Drei Tote nach missglückter Landung : Flugzeugunfall in Hessen: Identität zweier Opfer noch unbekannt

Das Unfallflugzeug vom Typ Cessna (Symbolfoto).
Das Unfallflugzeug vom Typ Cessna (Symbolfoto).

Der Pilot konnte die Maschine nach der Landung nicht zum Halten bringen. Drei Menschen – darunter ein Kind – starben.

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15. Oktober 2018, 11:37 Uhr

Fulda | Die Opfer der tödlichen Flugzeuglandung auf der Wasserkuppe in Hessen sind identifiziert. Es handelt sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Osthessen um eine Familie aus der Nähe von Fulda. Der Pilot der Cessna kommt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aus Ludwigshafen, wie Polizeisprecher Martin Schäfer am Montag berichtete. Die Maschine sei in Mannheim gestartet.

Bei den drei Getöteten handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 39 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder: ein Sohn im Alter von elf Jahren und "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" eine zwölf Jahre alte Tochter. Mutter und Kinder lebten in einem nicht genauer benannten Ort südöstlich von Fulda.

Der 56-jährige Pilot habe die Maschine vom Typ Cessna auf der Landepiste nicht zum Halten bringen können, sagte ein Polizeisprecher. Das Flugzeug habe eine Absperrung durchbrochen und auf dem Gehweg einer Landstraße direkt neben dem Flugplatz die drei Menschen erfasst. "Die waren sofort tot", sagte der Sprecher.

Das Flugzeug sei erst etwa 50 bis 70 Meter weiter zum Stehen gekommen. Der Unfall ereignete sich gegen 15.45 Uhr, zu dem Zeitpunkt herrschte wie schon am gesamten Tag schönes Sommerwetter.

Die vier Insassen der Maschine vom Typ Cessna und eine Augenzeugin hätten einen schweren Schock erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Die vier Männer seien vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, die Frau an der Unglücksstelle betreut worden.

Männer an Bord wollten einen Ausflug machen

Die Maschine stammte nach Angaben der Polizei aus dem Raum Mannheim/Ludwigshafen und hatte vier Männer an Bord. "Die wollten bei dem schönen Wetter einen Ausflug auf die Wasserkuppe machen und dann zurückfliegen", sagte der Polizeisprecher. Nach dem Unfall wurde der Flugplatz weiträumig abgesperrt. Die Kripo Fulda nahm Ermittlungen auf, auch Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen reisten an und untersuchten die Unglücksstelle.

Der Leiter der Fliegerschule Wasserkuppe, Harald Jörges, zeigte sich von dem tödlichen Unfall erschüttert. "Es ist ein tragisches Unglück", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin nur geschockt." Er selbst sei zum Zeitpunkt des Unfalls nicht am Ort gewesen. Die Aufsicht des Flugplatzes sei nach seinen bisherigen Erkenntnissen ordnungsgemäß besetzt gewesen.

Wasserkuppe beliebt bei Flugsportlern

Die Wasserkuppe im Drei-Länder-Eck von Hessen, Bayern und Thüringen ist mit rund 950 Metern Hessen höchster Berg. Der Flugplatz liegt am Nordhang und wird von der Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe/Rhön betrieben.

Der Berg ist beliebt bei Flugsportlern jeder Art. Dort heben Segelflieger ab, kleine Motorflugzeuge und -segler starten zu touristischen Rundflügen. Auch Ultraleichtflugzeuge, Gleitschirm-, Drachen- und Modellflieger gehen dort in die Luft. 20 000 Starts zählt der Flugplatz nach früheren Angaben im Jahr.

Auch die hessische Landesregierung zeigte sich von dem Unglück tief betroffen. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung. Zudem danken wir den Rettungskräften & der Polizei für ihren Einsatz», erklärten Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) über Twitter.

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