Thunbergs Segelboot : "Brutale Kollision" der "Malizia" bei Rückfahrt – Experte eingeflogen

Bei der Rückfahrt der 'Malizia II.' gab es Komplikationen.
Bei der Rückfahrt der "Malizia II." gab es Komplikationen.

Pierre. Der Atlantik-Törn von England nach New York klappte. Doch bei der Rücküberführung der "Malizia" gibt es Probleme.

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19. September 2019, 22:24 Uhr

St. Pierre | Greta Thunberg wollte möglichst emissionsfrei den Atlantik überqueren. Ihre zweiwöchige Fahrt in der Rennjacht "Malizia II." geriet jedoch zum PR-Gau. Denn für die Rückführung des Segelbootes mussten vier Crewmitglieder in die USA fliegen. Alle hätten den dadurch verursachten klimaschädlichen CO2-Ausstoß mit Spenden kompensiert, teilten sie mit. Doch nun verschlechterte sich die Klimabilanz womöglich erneut: Ein Experte musste vor die Küste Neufundlands fliegen, weil die "Malizia" kurz nach dem Start eine Kollision erlitten hatte.

In einem Video in den sozialen Netzwerken berichten die Crewmitglieder von einem "Knall" und dem Gefühl, als wären sie "gegen eine Wand" gefahren.


Der Oldenburger Segler Boris Herrmann berichtet von einer "brutalen Kollision" mit einem nicht identifizierten Objekt unter der Wasseroberfläche – möglicherweise einem Container, oder Wal. Die Überführungscrew war, wie der "Segelreporter" berichtet, in voller Fahrt um 20 Knoten mit einem Hindernis im Wasser zusammengestoßen und danach im Hafen St. Pierre südlich von Neufundland eingelaufen, um die Schäden zu untersuchen.


Kein erheblicher Schaden an der Malizia gefunden

"Wir mussten die Ankunft des Ultraschall-Experten abwarten, damit er die Malizia durchcheckt", schreibt Herrmann auf Facebook und ergänzt: "Wir sind sehr erleichtert, dass kein Strukturschaden gefunden wurde." Das Boot könne seine Reise nach Frankreich bald fortsetzen und am 27. Oktober bei der Transatlantikregatta "Transat Jaques Vabre" in Le Havre starten. "Team Malizia" trete an, schreibt Hermann.

Seit zwei Tagen ist die "Malizia" wieder unterwegs. Aktuell hat die Crew noch rund 2500 Kilometer Strecke vor sich. (Hier geht es zum Live-Tracker)

Weiterlesen: Mit Greta Thunberg nach Amerika: "Es kann immer etwas passieren"

Thunberg war vergangene Woche in Washington angekommen. Ihr Terminkalender ist voll: Demonstrationen vor dem Weißen Haus, Treffen mit US-Senatoren und Kindern, die die Regierung wegen Untätigkeit beim Klimaschutz verklagen. Am Montag hatte sich Thunberg sich mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama in Washington getroffen. Er bezeichnete die Aktivistin als "eine der größten Verteidigerinnen unseres Planeten".


Die 16-Jährige hatte im Sommer 2018 mit ihrem Schulstreik für den Klimaschutz begonnen. Seitdem verbreiteten sich die Freitags-Demonstrationen unter dem Namen "Fridays for Future" in aller Welt.

Weiterlesen: An diesen Orten in der Region wird am Freitag fürs Klima demonstriert

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