Jetzt mit richtigem Datum : Britische Regierung lässt Brexit-Gedenkmünze prägen – zum dritten Mal

Nun soll das Brexit-Datum auf der 50-Pence-Münze endlich korrekt sein. Hier eine 50-Pence-Münze aus dem Jahr 1997.
Nun soll das Brexit-Datum auf der 50-Pence-Münze endlich korrekt sein. Hier eine 50-Pence-Münze aus dem Jahr 1997.

Zwei Mal stimmte das Datum auf der Brexit-Münze nicht. Nun verkündete die Queen das – voraussichtlich – richtige Datum.

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21. Dezember 2019, 19:31 Uhr

London | Die britische Regierung hat neue 50-Penny-Münzen zum Gedenken an den Brexit in Auftrag gegeben - dieses Mal wohl mit korrektem Datum. Die Münzprägeanstalt des Vereinigten Königreichs musste Medienberichten zufolge eine Million solcher Geldstücke zur Erinnerung an den historischen Tag wieder einschmelzen lassen, denn sie trugen das geplante Austrittsdatum vom 31. Oktober. Der Brexit wurde aber mehrmals verschoben, weil das zerstrittene Parlament sich nicht auf einen Kurs bei der Scheidung von der EU einigen konnte.

Zuvor war bereits einmal eine Münze wieder eingestampft worden, nämlich diejenige mit dem einst geplanten Austrittsdatum 29. März 2019.

Jetzt mit – vermutlich – richtigem Datum

Die 93 Jahre alte Königin Elizabeth II. ließ nach Angaben der Nachrichtenagentur PA vom Samstag nun amtlich verkünden, dass die Gedenkmünzen aus Gold, Silber und Kupfernickel mit dem Datum 31. Januar geprägt werden sollen. Sie tragen die Aufschrift "Frieden, Wohlstand und Freundschaft mit allen Nationen".

Dieses Mal dürfte wohl nichts mehr dazwischen kommen, denn Premierminister Boris Johnson hat seit der Neuwahl mehr Rückendeckung für seine Brexit-Pläne. Das Parlament stimmte am Freitag für das Austrittsabkommen, das er mit Brüssel nachverhandelt hatte. Der Entwurf für das Ratifizierungsgesetz wurde von der neuen Regierungsmehrheit der Konservativen in zweiter Lesung angenommen.

Vom Oberhaus wird kein Widerstand erwartet

Die Opposition im Unterhaus hat nun keine Möglichkeiten mehr, ihm Steine in den Weg zu legen. Weitere Stufen im Gesetzgebungsverfahren sollen im Januar vollzogen werden. Doch das gilt fast als Formalie. Vom Oberhaus wird auch kein Widerstand erwartet. Damit wird Großbritannien Ende Januar die Staatengemeinschaft verlassen.

Neuen Ärger könnte es hingegen in der nächsten Phase geben, wenn die Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bis Ende 2020 geklärt werden müssen. Kritiker halten diese Zeitspanne angesichts der komplexen Themen für viel zu kurz.

Lesen Sie zum Thema auch: Der Brexit ist besiegelt: Klarer Wahlsieg für Johnson

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